In Odense zeigte Nicolas Schori ein weiteres Mal eine sehr gute Pflichtübung. Abgesehen von einer kleinen Korrektur beim ersten Sprung in der Kür, turnte Schori die Übung sicher durch, womit er den guten 14. Rang (103,775 Punkte) und damit sein Ziel erreichte. Romain Holenweg (FSG Aigle-Alliance) turnte eine gute und stabile Pflicht, landete aber in der Kür beim siebten Sprung auf der Umrandung. Sein Vereinskollege Simon Progin, musste nach einer mässigen Pflicht für die Kür zweimal anspringen. Doch auch beim zweiten Mal startete er schlecht und berührte schon im ersten Sprung den Rahmen mit der Hand, womit er einen Nuller einfing.
Das junge Frauenteam turnte alle Übungen stabil durch und erzielte damit erneut ein gutes Mannschaftsresultat. Einige Unsicherheiten waren jedoch noch auszumachen. Steigerungspotential ist vorhanden. Sylvie Wirth steigerte sich im Vergleich zu ihrem letzten Wettkampf gewaltig und turnte einen sauberen Wettkampf mit schönen Übungen. Die Baselbieterin klassierte sich auf dem 15. Rang (95,340). Ihre Vereinskollegin Simone Scherer zeigte ebenfalls einen stabil. Wiederum einen guten Auftritt bot Anastasija Bosshard (TV Rüti/TV Liestal) – 22. Rang (92,555) – und konnte weitere Erfahrung sammeln. Fanny Chilo (FSG Morges) konnte in Odense (Dä) ihr Potential nicht abrufen. Schon in der Pflicht schlichen sich zu viele Unsicherheiten ein und die Kür gelang leider nicht besser.
Ein Schweizer Paar im Synchron-Final
Die drei Schweizer Synchronpaare zeigten eine gute Leistung in der Qualifikation. Nur das Paar Scherer/Wirth erreichte den Final, dank einer schönen und synchronen Pflichtübung. Auch die Kür gelang gut, womit sie in der Vorrunde den dritten Rang (81,50) – ein Rekord – belegten. Im Final landete Wirth schon nach dem zweiten Sprung auf der Matte, womit dem Paar der letzte Rang im Final blieb. Als Sechste der Qualifikation hätte das Paar Chilo/Bosshard ebenfalls den Final erreicht. Die beiden mussten als zweites Schweizer Paar aber verzichten.
Schori/Progin zeigten eine stabile Pflicht. Die Kürübung gelang ansprechend, doch die Synchronität lag mit 8,0 etwas tief – 11. Platz (81,60).
Auf WM-Kurs
Der Schweizer Cheftrainer Robert Raymond zeigte sich insgesamt zufrieden mit dem letzten Wettkampf, einen Monat vor den Weltmeisterschaften in Sofia (Bul): «Es herrscht eine gute Gruppendynamik und wir sind mit den Vorbereitungen für die WM auf Kurs». Er fügte hinzu, dass es in Odense weniger Stürze als in Spanien gab und auch die Punktzahlen höher lagen. «Im Vergleich zu anderen starken Nationen hatten wir weniger Stürze», so der Trainer weiter.
Insgesamt gesehen, gab es an diesem Weltcup tolle Übungen zu sehen. Die Dominanz der Chinesen hält bei den Herren an.
Text: Andy Vogt/Corinne Gabioud/ahv
Resultate, Weltcup A in Odense (Dä)
Men’s Individual: 1. Dong Dong (China) 60,815 Punkte. 2. Xiao Tu (China) 60,510. 3. Sergei Azarian (Russ) 59,605. Ferner die Schweizer: 14. Nicolas Schori 103,775. 35. Romain Holenweg 77,880. 51. Simon Progin 44.985. – Women’s Individual: 1. Bryony Page (Gb) 54,890. 2. Dan Li (China) 54,850. 3. Rosannagh Maclennan (Ka) 54,835. Ferner die Schweizerinnen: 15. Sylvie Wirth 95,340. 20. Simone Scherer 93,645. 22. Anastasija Bosshard 92,555. 23. Fanny Chilo 92,380. – Men’s Synchronized: 1. Tu/Dong 51,300. 2. Mikhail Melnik/Azarian (Russ) 49,800. 3. Keegan Soehn/Kyle Soehn (Ka) 49,400. Nicht im Final: 11. Schori/Progin (qualifications 81,609). – Women’s Synchronized: 1. Maclennan/Samantha Sendel (Ka) 47,900. 2. Mayu Otani/Miyu Yoschimura (Jap) 45,300. 3. Anna Kasparyan/Ekaterina Khilko (Uzb) 43,800. Ferner die Schweizerinnen: 8. Scherer/Wirth 5,1 (3e des qualifications, 81,50).Nicht im Final: 6. Chilo/Bosshard(Sz).