An den beiden ersten Tagen in Bulgarien haben die vier Athleten Nicolas Schori (FSG Actigym Ecublens), Fanny Chilo (FSG Morges), Simone Scherer (TV Liestal) und Sylvie Wirth (TV Liestal), die am Montag mit der Schweizer-Delegation in Sofia eintraf, gute Trainings absolviert. Nach den guten Trainings verlief die erste Qualifikationphase (7./8. November) für die vier Athleten – ab diesem Jahr werden die Einzelqualifikation in zwei Phasen durchgeführt (zweite Phase mit den 24 Besten Athleten) – weniger glücklich.
Am Ende einer soliden Pflichtübung, derer Schwierigkeit von 2,7 auf 3,3 erhöht wurde, berührte Nicolas Schori nach dem letzten Sprung den Rand, was drei Punkte Abzug kostete. Mit einer Note von 99,89 Punkte für seine zwei Durchgänge klassierte er sich als 29. - was die Qualität seiner Kür zeichnet. Schori ist die vierte Reserve für die zweite Qualifikation vom Samstag. Die erste Einzelqualifikation gewann der Chinese Xiao Tu (112,10).
Guter WM-Start für Simone Scherer
Simone Scherer, die ihre beiden Übungen sehr ausgeglichen durchturnte, erreichte für ihre erste WM mit 92,52 Punkten den guten 28. Rang. Fanny Chilo zeigte eine sehr schöne Pflicht (24. Rang), hatte aber in der Kür einen Wackler der einige Plätze kostete (33., 89,31). Sylvie Wirth, die ebenfalls zum ersten Mal an einer WM dabei war, erzielte nach der Pflicht den 17. Rang, musste hingegen in der Kürübung einen Sturz in Kauf nehmen (50., 61,765). Auch bei den Frauen dominierte China die erste Qualifikation mit Wenna He (103,075).
Unerbitterliches Reglement
Am nächsten Tag stand das Duo Scherer/Wirth als einziges Schweizer Synchronpaar im Einsatz. Das Frauenpaar stieg mit einer hervorragenden Pflicht auf den vierten Platz. In der Kür zeigte sich das Wettkampfgericht streng. Beim dritten Sprung entschieden sie, dass die beiden Athletinnen nicht denselben Sprung gezeigt haben. So wurden nur drei Sprünge gutgeheissen und das Schweizerpaar fiel mit 53,70 Punkten auf den 15. Rang. Diese Qualifikation gewann Samantha Sendel/ Rosannagh Maclennan (Ka, 86,800).
Somit wurden die Ziele des STV, mindestens ein Athlet oder Athletin in den Top-20 und ein Synchronpaar unter den 10. Besten bei den Frauen, nicht erreicht. «Die Athleten waren gut vorbereitet, haben ein hohes Niveau und zeigten eine gute Einstellung», analysiert entsprechend enttäuscht Cheftrainer Roby Raymond nach dem zweiten WM-Tag 2013 in Bulgarien. «Nico hat eine wunderbare Kürübung und die Schwierigkeit bei den Frauen wurde ziemlich erhöht», ergänzt der Nati-Trainer, der für die ausgezeichnete Vorbereitung seiner Schützlinge viel Lob von Ausländischen Trainern erhielt. Für die Athleten heisst es jetzt die Übungen zu stabilisieren und die nötige Routine für die WM 2015 zu bringen, was auch für die OS 2016 in Rio entscheidend ist. Mittlerweile können die Fans von Nicos Kürübung geniessen.
Text: Corinne Gabioud/cw