Das jährliche Treffen zwischen dem schweizerischen und deutschen Trampolinnachwuchs, abwechselnd in Deutschland und der Schweiz ausgetragen, hielt an der Austragung 2014 eine angenehme Überraschung bereit. Im regionalen Leistungszentrum in Aigle, gewann am 11. Oktober 2014 zum ersten Mal seit vielen Jahren ein Schweizer Team mit 986,830 gegen Deutschland mit 944,745 Punkten.
Weniger ausgeglichene Mannschaft
Auf dem Papier schien der Wettkampf schwer zu gewinnen, auch wenn bei den Junioren die Resultate von Sébastien Lachavanne (Chêne gymnastique Genève) und Yann Amsler (TC Haut-Léman) für die Schweizer sprachen. Die Beiden hatten im Einzel- und Synchronwettkampf an den «World Age Group Competition» 2013 in Sofia die Oberhand über die deutschen Athleten. Bruno Ferraz (TC Haut-Léman) und Robin Wyss (TV Grüningen) waren mit internationalen Wettkämpfen relativ unerfahren. Ausserdem war Wyss mit seinen 13 Jahren der jüngste Turner bei den Junioren. Weil einige Turnerinnen des Juniorinnen- und Nachwuchskaders fehlten (Erholungsphase), trat das Schweizer Juniorinnen-Team neben der erfahrenen Sarina Zolliker (TV Weisslingen) mit drei Neulingen auf dieser Wettkampfebene an: Sally Dietzel (FSG Ecublens), Aurélie Curdy (TC Haut-Léman) und Tabea Grossenbacher (TV Grenchen).
Sébastien Lachavanne kaiserlich
Gute Vorzeichen im Hinblick auf die «World Age Group Competition» im kommenden November (Daytona Beach, Florida). Lachavanne bewies, dass er seine Übungen beherrscht. Er zeigte eine Kür mit einem Schwierigkeitswert von 13,70 (1 Dreifacher und 9 Doppelte), verbesserter Ausführung und einer Flugzeit von 15,600. Das brachte ihm den ersten Platz bei den Buben ein. Nach einem Sturz in der Kür der Qualifikation, gelang Amsler zu Beginn der Finalübung ein hervorragender Dreifachsalto. Nachher zeigte er den gleichen Sprung zweimal, was ihm einen Strafpunkt einbrachte. Die beiden Turner formten danach ein Synchronpaar, das sich beherzt gegen das deutsche Paar Niklas Öllig/Vincent Krügel (beide zwei Jahre älter), mit 113,600 zu 110 Punkten durchsetzte.
Schweizer konstanter
Mit Ausnahme eines Turners, sind alle deutschen Junioren gestürzt, einige sogar zweimal, während bei den Mädchen nur eine von ihnen ihre Übung abbrechen musste. Die Schweizer Trampolinturnenden zeigten mehr Gruppenzusammenhalt und präsentierten weniger schwierige Übungen, um frühe Stürze zu vermeiden. Bei den Juniorinnen siegten die Deutschen sowohl im Einzel- und Synchronwettkampf, während bei den Junioren die Schweizer diese Wettkämpfe für sich entschieden.
Text: Annika Gil/ahv
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Trampolin: Der Schweizer Nachwuchs schlägt Deutschland
Obwohl einige Kaderturnende fehlten, gewann das Schweizer Team den Länderkampf Schweiz-Deutschland vom Samstag, 11. Oktober 2014 in Aigle. Die Einheimischen hatten weniger Stürze und konnten auf ihr Zugpferd Sébastien Lachavane zählen, der sich im Einzel und im Synchron mit Yann Amsler von seiner besten Seite zeigte.