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Testevent: Podiumstraining der Rhythmischen Gymnastik verlief wunschgemäss

Renate Ried

Die Schweizerinnen Capucine Jelmi, Nathanya Köhn, Marine Périchon, Carol Rohatsch, Lisa Tacchelli und Souheila Yacoub überzeugten am Podiumstraining der Rhythmischen Gymnastik mit einem guten, wenn auch nicht perfekten Auftritt.

Wie bei den Kunstturnern eine Woche zuvor gab es am Samstag für die angereisten Gruppen keine Trainingsmöglichkeit seitens des OKs. Notgedrungen trainierten unsere Schweizerinnen im Hotelgang. Nach einem intensiven Training am Sonntagnachmittag durften sie um 21:00 Uhr endlich eine halbe Stunde auf den nigel-nagel neuen Teppich in der North Greenwich Arena (auch bekannt als O2-Arena). Souheila Yacoub (Genf) ist begeistert von der Wettkampfarena: „ Es ist eine gute Halle sie ist wirklich eindrücklich. Der neue Teppich ist zwar etwas rutschig, aber es geht schon.“ „Die Mädchen mussten auf den Teppich reagieren“, bestätigt Cheftrainerin Heike Netzschwitz, „sie haben dies sehr gut gemeistert, sich entsprechend angepasst und adaptiert.“ Die Turnerinnen überzeugten mit einem guten, wenn auch nicht perfekten Auftritt im Podiumstraining. Capucine Jelmi (Hauterive) hierzu: „Es war nicht perfekt, ich bin noch nicht zufrieden, aber es war ganz gut.“ Carol Rohatsch (Wädenswil) ergänzt: „Die Übung mit Ball war besser, als die Übung mit Band/Reif. Aber wir haben ein gutes Gefühl für den Wettkampf.“ „Ich machte einen blöden Fehler nach einem perfekten Wurf“, ärgert sich Nathanya Köhn (Balgach) über sich, „aber lieber heute als im Wettkampf.“ Cheftrainerin Heike Netzschwitz ist zuversichtlich. „Eigentlich habe ich ganz gerne, wenn die Mädchen im Podiumstraining kleine Fehler machen. Sie sind dann im Wettkampf umso aufmerksamer.“

Die Zielsetzung ist klar: Die Schweizerinnen wollen sich im Gruppen-Mehrkampf von Morgen Montag (5 Bälle) und Dienstag (3 Bänder, 2 Reifen) unter den ersten vier Nationen klassieren und sich so für die Olympischen Spiele 2012 qualifizieren. Am ersten Qualifikationswettkampf an der WM in Montpellier im September 2011 war nur die Ukraine vor der Schweiz klassiert. Leicht wird es nicht, doch wenn alles gelingt ist die erste Teilnahme einer Schweizer Gruppe an den Olympischen Spielen realistisch. An der WM gelang die Ballübung nicht fehlerfrei, am Abschlusstraining in der Schweiz, am Freitag, 13. Januar, zeigten die fünf Gymnastinnen sechs Ballübungen hintereinander ohne Fehler, es sollte also dieses Mal gelingen.

Der Einzelwettkampf der Rhythmischen Gymnastik ist seit 1984 olympisch. Bei dieser ersten Austragung vertraten die Tessinerinnen Grazia Verzasconi und Susanne Müller die Schweiz. Der Gruppen-Wettkampf wurde 1996 in Atlanta erstmals ins olympische Programm aufgenommen.

Renate Ried

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