Jürg Stahl (OK-Präsident), Kurt Hunziker (Generalsekretär) und Kevin Bachmann (Wettkampfchef) eröffneten in Wallisellen mit ihren Medien-Infos die Swiss-Cup-Zeit 2011. «Wir sind stolz, auch in diesem Jahr Weltklasseturnen bieten zu können. Der Show- und Event-Charakter ist wichtig, der wichtigste Swiss-Cup-Teil aber ist der Wettkampf. Es ist immer noch ein Kunstturnanlass. Mit dem Start in Zürich erhalten die Turnenden eine Plattform, die sie für die grosse Arbeit im Trainingsalltag etwas entschädigt. Es freut mich heute, auf 30 Jahre Swiss Cup zurück schauen zu können. Wir schreiben die Erfolgsgeschichte weiter», meinte OK-Präsi Stahl. Er hofft auf viele Zuschauer/-innen, die am Sonntag, 4. November die Turnenden im Hallenstadion aus acht Ländern unterstützen. «Der Vorverkauf liegt über dem Vorjahr. Es hat aber auch noch freie Plätze», so Stahl. Er freue sich zudem auf das «jüngste Kind», den U18-Länderkampf (Swiss Cup Trainees), der in Wallisellen am Freitag, 2. November 2012 stattfinden wird.
Gegen 100000 US-Dollar liegen bereit
Generalsekretär Hunziker bestätigte, dass für den kommenden Sonntag alles bereit sei, auch die gegen 100000 US-Dollar Start- und Preisgelder, die ausgeschüttet werden. «Der Swiss Cup ist der am höchsten dotierte Turnanlass in Europa», meinte Kurt Hunziker nicht ohne Stolz. Wettkampfchef Kevin Bachmann («Wie immer, es war auch diesmal eine Herausforderung, die Turnpaare zu rekrutieren») zeigte sich überzeugt, dass die engagierten Kunstturnpaare einen spannenden Wettkampf abliefern werden, bei dem auch die beiden Schweizer Teams (Steingruber/Capelli und Diacci/Haller) eine wichtige Rolle spielen sollen.
«Meine Turnkollegen habe mir gesagt, dass der Swiss Cup Zürich ein ganz toller Wettkampf sei. Nun freue ich mich, hier zu sein um, dies selber zu erleben», meinte der Mehrkampf- und Barren-2. der Olympischen Sommerspiele von London 2012, Marcel Nguyen (De). Im PK-Rahmen kommunizierte das CH-Titelverteidigerpaar Steingruber/Capelli ihre Zielsetzung klar: Swiss-Cup-Sieg 2013.
«Nützi ist mein Vorbild»
Nach der Pressekonferenz folgte der Swiss-Cup-Kidz-Day. «Es gefällt mir hier sehr gut. Wir können uns bewegen und die Turnstars zeigen uns, wie es geht. Ich kenne Giulia Steingruber, aber natürlich auch ihr Swiss-Cup-Partner Claudio Capelli. Beides sind meine Vorbilder», so Nina Salzmann (Jugi Aarberg) mit hochrotem Kopf, nach ihrem Einsatz am Stufenbarren. Salzmann war eines der ausgelosten 125 Mädchen und Buben, die am 4. Kidz-Day-Anlass dabei waren. 700 Kinder haben sich beworben. «Ring turnen ist das Beste. Ich bin überglücklich hier zu sein. Ich kenne Simon Nützi, er ist mein grosses Vorbild und er hat so grosse Muskeln», meinte Emmanuele Colbrelli von der Jugi Günsberg.
Eine Jugistunde mit dem Schweizer Natikader und den internationalen Turnstars, die man sonst nur am Fernsehen zu Gesicht bekommt, erlebt man nicht alle Tage. Die Turnlektion machte sichtlich Spass – den Jungen und den Spitzencracks. «Hilfe stehen und unterrichten ist fast schwerer als selber turnen», meinte CH-Kaderturnerin Nadia Baeriswyl. «Es ist ‹mega-herzig› den Jungen zuzuschauen. Sie hören gut zu, machen grosse, strahlende Augen und geben sich extrem Mühe. Es freut mich, wenn meine Tipps ankommen», so Jessica Diacci, die am Sonntag als Schweiz II im Hallenstadion, zusammen mit Nils Haller, an die Geräte greifen wird. «Wenn ich sehe, was einige der Mädchen und Buben in ihrem Alter bereits können, frage ich mich: Konnte ich das in diesem Alter auch?», meinte Olympia-Turner Claudio Capelli, der in Wallisellen als Barren-Instruktor im Einsatz stand.
Swiss-Cup-Kidz-Day-Fazit: Der Start zu den Swiss-Cup-2012-Tagen ist gelungen, der Höhepunkt mit dem Swiss-Cup-Wettkampf folgt am Sonntag im Hallenstadion Zürich. – Türöffnung ist um 10 Uhr, das Vorprogramm startet um 11 Uhr. – Infos: www.swiss-cup.ch.
Text: Peter Friedli