Nachdem der erste Swiss Cup im Hallenstadion im letzten Jahr sehr erfolgreich durchgeführt werden konnte, entwickelt sich der internationale Wettkampf zu einem begehrten Anlass. Nach den Weltmeisterschaften sind zahlreiche Interessenmeldungen und Anmeldungen eingetroffen. Erstmals in der Geschichte des Swiss Cup lagen mehr Meldungen vor als Startplätze zur Verfügung stehen. Die Organisatoren hatten bei der Zusammenstellung des attraktiven Teilnehmerfeldes die Qual der Wahl.
Wenige Tage vor dem Event 2007 freut sich das OK unter der Leitung von Bernhard Ruhstaller, dass bereits wieder über 5000 Tickets vergeben sind. Die Zuschauerzahl von 5500 aus dem Vorjahr wird damit wohl übertroffen. Die Organisatoren rechnen mit über 6000 Zuschauerinnen und Zuschauern.
Schweizer Paar wieder Publikumslieblinge?
Früh gesetzt war das Schweizer Paar Ariella Kaeslin und Niki Böschenstein, das den Podestplatz des Vorjahres verteidigen möchte. Ebenfalls früh bekannt war der Start von Bodenturn-Weltmeister Diego Hypolito. Der 21-jährige Brasilianer wurde 2005 in Melbourne erster Weltmeister seines Landes. Nachdem er seinen Titel 2006 wieder abgeben musste, holte er sich in Stuttgart 2007 erneut Boden-Gold. Er tritt zusammen mit Daniele Hypolito an.
Russland und die Ukraine in Topbesetzung
Sowohl die Ukraine wie Russland entsenden zum Swiss Cup 2007 ein starkes Duo. Für die Ukraine geht der Sprung-Spezialist sowie DTB-Pokal-Sieger 2006 Andri Isajew (20) gemeinsam mit Alina Kozich (19), ihres Zeichens Mehrkampf-Europameisterin aus dem Jahre 2004, ins Rennen.
Auch Russland gehört mit dem Reck-Spezialisten Sergej Korokordin (22) und der graziösen Swetlana Kljukina (18) sicherlich zu den Favoriten am Swiss Cup 2007. Korokordin war bereits Europameister und Vize-Weltmeister und hat von 1995 bis 2005 an russischen Meisterschaften keinen einzigen Reck-Meistertitel abgegeben. Kljukina läuft nach 2006 bereits zum zweiten Mal ins Hallenstadion ein; dies als amtierende Weltcupsiegerin am Boden.
Mit der rumänischen Sportlerin des Jahres 2006
Rumänien geht – fast schon traditionell – mit einem Siegesanwärter-Duo ins Rennen am Swiss Cup 2007. Sandra Raluca Izbasa (17) und Flavius Koczi (20) standen an der EM 2006 beide ganz oben; Izbasa am Boden und Koczi an den Pferdpauschen. Zudem wurde Izbasa in Rumänien zur Sportlerin des Jahres 2006 gewählt. Die beiden werden im Hallenstadion für ein Feuerwerk an Höchstschwierigkeiten sowie viel Kraft, Eleganz und Grazie sorgen.
Italienischer Reck WM-Finalist in Zürich
Auch Italien wird am Swiss Cup 2007 mit von der Partie sein; die Südländer haben sich sowohl bei den Frauen wie bei den Männern mit einer Mannschaft für die Olympischen Spiele in Peking qualifiziert und werden auch im Hallenstadion mit Lorena Coza (17) und Enrico Pozzo (26) zu glänzen wissen. Pozzo stand zuletzt in Stuttgart im WM-Finale am Königsgerät Reck und sorgte mit Rang 5 für einen wahren Exploit!
Erstmals mit Holland
Nach Brasilien wird mit Holland ein weiteres Land 2007 erstmals am Swiss Cup vertreten sein. Und das mit ihren jeweiligen Aushängeschildern in Sachen Mehrkampf, Verona Van der Leur und Epke Zonderland. Van der Leur holte sich an den Europameisterschaften 2002 sogleich fünf Medaillen und leitete damit einen steilen Aufwärtstrend des Frauenkunstturnens in den Niederlanden ein. Noch immer hält sich die attraktive 21-jährige an der Weltspitze. Der gleichaltrige Zonderland holte sich 2006 einen Weltcup-Sieg am Reck und war im Frühjahr Barren-Dritter an der EM in Amsterdam. An der WM in Stuttgart schaffte er es zudem ins Reck-Final, wo er als Vierter nur ganz knapp an einer Medaille vorbeischrammte. Nach Korokordin (Russ) und Pozzo (It) ist Zonderland der dritte Reck-Spezialist am Swiss Cup 2007. Für spektakuläre Flugelemente im Hallenstadion ist also gesorgt!
Deutschland mit Spiridonov und Tschusovitina
Deutschland schickt mit Eugen Spiridonov/Oksana Tschusovitina am Swiss Cup 2007 ein hoch dekoriertes Duo ins Rennen. Tschusovitina wird in Turnerkreisen bereits als lebende Legende betitelt. Seit 1982 sammelt die heute 32-jährige Mutter Medaillen und grosse Titel; unter anderem war sie bereits Weltmeisterin am Boden und im Team für die UdSSR sowie Olympiasiegerin im Team für die GUS. Nach zahlreichen Medaillengewinnen für Uzbekistan ist Tschusovitina heute für Deutschland erfolgreich. Zuletzt stand sie in Stuttgart in der Deutschen WM-Mannschaft, welche sich für Peking 2008 qualifizierte. Der 25-jährige Spiridonov, gebürtiger Russe und amtierender Vize-Europameister im Pferdpauschen, sorgte mit dem Deutschen Männerteam gar für eine WM-Sensation vor Heimpublikum; als Dritte gelang es Deutschland als einzigem Team, die Dominanz der Asiaten zu durchbrechen.
Canadian Power im Hallenstadion
Nach Brasilien ist mit Kanada ein zweites amerikanisches Team am Swiss Cup 2007 mit dabei. Die Nordamerikaner entsenden mit Elyse Hopfner-Hipps die WM-Bronzemedaillengewinnerin am Schwebebalken von Aarhus 2006. An der Seite der 18-jährigen kämpft Nathan Gafuik um Punkte für das Land des Eishockeys. Der 22-Jährige qualifizierte sich mit Team Kanada in Stuttgart für die nächsten Olympischen Spiele. Kanada stellt mit Hopfner-Hipps/Gafuik ein vor Energie strotzendes Duo, das im Hallenstadion für Stimmung sorgen wird.
Auch Asien am Swiss Cup 2007
Der Kontinent Asien wird am Weltklasse-Turnier im Hallenstadion durch Korea vertreten. Die koreanische Nationalmannschaft absolvierte bereits im Sommer mit ihrem Männer A- und B-Team ein WM-Trainingslager im Bündner Maienfeld; für den Swiss Cup 2007 kehrt der koreanische Verband nun in die Schweiz zurück. Dies mit Jo Hyun-Joo und Choi Jin-Seoung. Jo ist mit einer Körpergrösse von 140 cm, 32 Kilogramm und Jahrgang 1992 das Küken am Swiss Cup 2007, ihres Zeichens jedoch bereits das koreanische Aushängeschild im Frauenkunstturnen. Choi ist auch erst 19-jährig und darf sich als Mitglied der koreanischen Nationalmannschaft, welche an der WM 2007 in Stuttgart Team-Rang 4 belegte und mit Kim Dae-Eun Barren-Gold holte, berechtigte Chancen auf Peking 2008 ausrechnen.
USA-Turnstars sind zurück am Swiss Cup
Die USA waren seit 1994, als der Paarwettkampf zu einem Weltcupturnier umfunktioniert wurde, in Zürich nicht mehr mit von der Partie gewesen. Bei ihrem ersten Start am Swiss Cup seit 14 Jahren trumpfen sie dafür sogleich mit zwei grossen Namen auf. Obwohl erst 17-jährig, darf sich die in Deutschland geborene Jana Bieger bereits dreifache Vize-Weltmeisterin nennen; an der WM in Aarhus 2006 gewann sie sowohl mit dem Team als auch im Mehrkampf und am Boden jeweils die Silbermedaille. Sean Towsend seinerseits gilt mit 28 Jahren als Routinier. 2001 war er Barren-Weltmeister. Seither konnte er sich erfolgreich an der Weltspitze halten. Anfangs Jahr war er zuletzt Weltcup-Zweiter am Königsgerät Reck. Keine Frage, in der Konstellation Bieger/Townsend wird Team USA das Hallenstadion am 4. November zum Kochen bringen.
Kontakt:
Bernhard Rentsch, Medienchef Swiss Cup 2007 079 415 53 00
Vorverkauf: www.swiss-cup.ch