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STV/VLK: Verbands- und Villen-Führung

Peter Friedli, GYMlive

Historisch: Am Samstag, 2. September 2017 fand der STV-Rütliapport, respektive die Herbst-Verbandsleiterkonferenz 2017 (H-VLK) – aus historischem Grund – nicht wie üblich in Sursee, sondern in der Aula der Handelsschule Aarau statt. Der geschäftliche Teil reichte von A wie Abgeordnetenversammlung 2017 über die STV-Finanzen zur SVKT-Frauensportverband-Vereinbarung und endete bei S wie Swiss-Cup-Zürich.
Im zweiten VLK-Teil wurden die Verbandsdelegierten mit der Geschichte der Villa Zurlinden (Umgangssprache: Turnerhaus) vertraut gemacht. Diese steht nach einer Totalsanierung in neuem Glanz an der Bahnhofstrasse 38 in Aarau.

Erwin Grossenbacher (Neuenkirch, Zentralpräsident STV) begrüsste die Verbandsdelegierten an der H-VLK 2017 für einmal auf ungewohntem Terrain: in Aarau. Im Normalfall peilen die Delegierten jeweils Sursee an. In der Hauptstadt vom «Rüebli»-Kanton warteten zehn zu behandelnde Traktanden und eine spannende Besichtigung auf die «höchsten» Turnfunktionäre des Landes.

Gegen 18 Millionen
Felix Mangold (ZV, Finanzverantwortlicher) und Kurt Hunziker (Abteilungschef Finanzen) erläuterten die aktuelle STV-Finanzlage. Das Budget 2018 schliesst, bei einem Gesamtumsatz von gegen 18 Millionen, mit einem Aufwandüberschuss von 155000 Franken. Zur finanziellen Grosswetterlage meinte Hunziker: «Der STV ist in der glücklichen Lage, nicht auf Bankkredite angewiesen zu sein.»

Das Finanz-Duo Mangold/Hunziker lieferte Gründe für den ausgewiesenen Aufwandüberschuss. Es fliesse aber auch mehr Geld in die STV-Kasse, so Mangold/Hunziker. Die STV-Mitgliederbeiträge sollen gleich bleiben. An der STV-Abgeordnetenversammlung (AV) vom 21./22. Oktober 2017 in Genf wird über das Budget 2018 entschieden.

SVKT Frauensportverband
Grossenbacher informierte in Aarau über den Zwischenstand des Projektes «Breitensport Schweiz» (SATUS, SVKT Frauensportverband und Sport Union Schweiz als Partnerverbände?). Die VLK-Delegierten erfuhren, dass nach dem SATUS (1. Januar 2017) der SVKT Frauensportverband der zweite STV-Partnerverband werden könnte (1. Januar 2018). Voraussetzung ist eine Zustimmung der STV-Delegierten an der AV vom kommenden Oktober. «Die Entwicklung ist positiv. Ich freue mich und blicke der Abstimmung von Genf optimistisch entgegen», so Grossenbacher.

Personelles – neue Legislatur
Die kommende AV ist ein Wahl-AV. Der Zentralvorstand und die Geschäftsprüfungskommission (GPK) müssen von den Delegierten für eine neue, weitere Legislatur bestätigt werden. Renata Loss Campana (Mitglied, Arbedo) scheidet aus dem ZV aus. Fabio Corti (Tessiner Turnverband ACTG) stellt sich als Campana-Nachfolger zur Verfügung. Auch in der GPK gilt es, eine Nachfolge zu regeln. Hanspeter Burkhalter (Niederscherli, Turnverband Bern Mittelland) verlässt das Gremium. Jürg Marbot (Biel, Turnverband Bern Seeland, TBS) steht als Nachfolger in den Startlöchern. Die anderen Funktionäre der beiden Gremien sind bereit, sich weiterhin für den STV zu engagieren. Ganz im Westen der Schweiz werden die personellen Wahlen Klarheit schaffen.

Daniel Hunziker (neu Abt. C M+K) und Kevin Eggenschwiler (neu RC Events) haben ihre Arbeit auf der Geschäftsstelle aufgenommen. Sie stellten sich in Aarau den Verbandsdelegierten vor und lieferten Infos aus ihren Bereichen.

Offen: Der VLK-Info-Kiosk
Eine Herbst-VLK ist für die Verbandskader auch ein umfassender Info-Kiosk: Brigitte Häni (Büetigen, Verwaltungskommissions-Präsidentin SVK) erläuterte die aktuelle Sportversicherungskasse-Situation. Markus Meli (St. Gallen, GPK-Präsident) informierte über die Tätigkeiten der Geschäftsprüfungskommission (GPK). Die Verantwortlichen aus der STV-Geschäftsleitung lieferten Infos und Anliegen aus ihren Bereichen. Jérôme Hübscher (Breitensportchef) lüftete dabei das Geheimnis, wie der STV-Kongress ab 2018 heissen wird: «Gymʼnʼmove». Patrick Wyss (Projektverantwortung J+S-Kindersport) sprach über seine Tätigkeit und den aktuellen Projektstand in diesem Nachwuchsbereich.

Lektion in Geschichte
Nach den VLK-ordentlichen Geschäften und einer Verpflegungs-Pause, folgte eine spannende Geschichtsstunde mit Ruedi Hediger (Geschäftsführer STV, Rupperswil). Der Aargauer versetzte die Anwesenden ins 18. Jahrhundert zurück und klärte die Verbandsdelegierten auf, wie der STV zu der/seiner Villa an der Bahnhofstrasse 38 in Aarau kam. Das Sekretariat befindet sich seit 1930 in diesem edlen Haus. Vom Juli 2016 bis Juli 2017 wurde nun die gesamte Anlage saniert und Bau- sowie Haustechnisch auf den neusten Stand gebracht.

Über die Baudetails orientiert der verantwortliche Architekt Christian Lang (Villa Nova Architekten AG). Das Zückerchen dieser Geschichts- und Architektur-Weiterbildung bestand darin, dass die Turnverbandsdelegierten aus der STV-Schweiz die sanierte Zurlinden-Villa von unten bis oben besichtigen durften. «Wird da wirklich etwas gearbeitet, die Schreibtische sehen alle so leer aus?», meinten diverse Turnfunktionäre auf ihrem Rundgang. – Antwort des Schreibenden: «Ja, es wird.»

Nach vielen «Aaahhs», «Ooohhs» und «Ganz schön!» endete die besondere H-VLK 2017 in der Schweizer Turnhauptstadt Aarau. Die STV-Verbandskader sind nach dem H-VLK-Samstag für kommende Sitzungen in ihren Regionen nun auch geschichtlich auf dem neusten Stand. Sie kennen die renovierte STV-Geschäftsstelle und wissen, wo «ihre» Angestellten genau arbeiten.

Text: Peter Friedli

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