«Was für ein Jahr im Kunstturnen für den Schweizerischen Turnverband. Wir haben von unseren Top-Turnenden schon etwas erwartet. Die EM-Erfolge von Bern und dann die grossartige Olympiamedaille von Giulia Steingruber in Rio de Janeiro, überstrahlen einfach alles», begrüsste Zentralpräsident Erwin Grossenbacher (Neuenkirch) an der Herbst-VLK freudig die Verbandsdelegierten in Olten, bevor der Luzerner zum geschäftlichen Teil mit zwölf Traktanden überleitete.
Gesamtumsatz 16 Millionen
Felix Mangold (ZV, Finanzverantwortlicher) und Kurt Hunziker (Abteilungschef Finanzen) erläuterten die aktuelle STV-Finanzlage. Das Budget 2017 schliesst, bei einem Gesamtumsatz von gegen 16 Millionen, mit einem Aufwandüberschuss von 375000 Franken. Zur finanziellen Grosswetterlage meinte Mangold: «Die finanzielle Realität hält sich leider nicht immer an unsere Planungen.»
Die Finanz-Mannen lieferten auch diverse Gründe für den ausgewiesenen Aufwandüberschuss: Einmalige Auslagen für die STV-Geschäftsstellen-Renovation in Aarau, Kampfrichterausbildung im Spitzensportbereich und den 2017-Anteil für die neue STV-Webseite. Die STV-Mitgliederbeiträge bleiben gleich. An der STV-Abgeordnetenversammlung (AV) vom 29./30. Oktober 2016 in Schwyz, wird endgültig entschieden.
Projekt «Breitensport Schweiz» – der SATUS
Grossenbacher informierte in Olten über den Zwischenstand des Projektes «Breitensport Schweiz» (Die Turnverbände SATUS Schweiz, SVKT Frauensportverband und Sport Union Schweiz werden STV-Partnerverbände?). Die VLK-Delegierten erfuhren in Olten, dass möglicherweise der SATUS Schweiz der erste Verband sein könnte, vorausgesetzt die SATUS-Basis stimmt der Vereinbarung zu, der sich ab 1. Januar 2017 unter das STV-Dach begibt. Die Turnverbände sind aber autonom und bestimmen selber. «Es würde mich natürlich freuen, wenn sich der SATUS zu einem solchen sport-historischen Schritt entscheiden könnte», so der STV-Zentralpräsident Erwin Grossenbacher.
Mitgliedergewinnung und -Pflege
Der VLK-Nachmittag gehörte (wieder) der Mitgliedergewinnung und -pflege. Nachdem das Anliegen vor einem Jahr aufs Eis gelegt wurde, gab es Bestrebungen, die Thematik wieder aufleben zu lassen. Urs Mühletaler (Coach/Erwachsenenbildner) schickte die VLK-Teilnehmenden in eine Gruppenarbeit. Es galt, zu fünf vorgegebenen Mitgliedergewinnungs-Themen konkret umsetzbare Resultate zu liefern. Diese wurden im Plenum vorgestellt und besprochen. Die Resultate sollen in den Verbänden weiter bearbeitet, möglicherweise gar als Pilotversuch umgesetzt werden.
Auch ein Info-Kiosk
Eine Herbst-VLK ist für die Verbandskader jeweils auch ein umfassender Info-Kiosk: Brigitte Häni (Büetigen, Verwaltungskommissions-Präsidentin SVK) erläuterte die aktuelle Sportversicherungskasse-Situation. Die Verantwortlichen aus der Geschäftsleitung STV lieferten Infos und Anliegen aus ihren Bereichen. Dazu gehörte eine positive Würdigung der Kunstturn-EM vom Mai/Juni in Bern sowie der Schweizer Kunstturn-Delegation an den Olympischen Spielen. Die Swiss-Cup-Zürich- und «Gymotion»-2018-Werbe-Blöcke fehlten nicht. Reto Hiestand (GK.19-Präsident) blickte bereits auf die Welt-Gymnaestrada 2019 von Dornbirn (Ö). Markus Meili (St. Gallen, GPK-Mann) von der Geschäftsprüfungskommission (GPK) lieferte die Resultate einer internen Untersuchung über die Situation der STV-Angestellten (Personalfluktuationen, Mitarbeitergespräche, Ferien, Überzeiten, Absenzen-Management usw.).
Die Kader der Kantonalturnverbände sind nach dem H-VLK-Samstag für kommende Sitzungen aufdatiert.
Text: Peter Friedli