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STV/VLK: 2016-Rechnung genehmigt – Beitragsstruktur angesprochen

Peter Friedli, GYMlive

Am Freitag/Samstag, 28./29. April 2017 tagte im Rahmen der Frühlings-Verbandsleiterkonferenz (F-VLK) in Sursee die STV-Führung, zusammen mit den Spitzen der Kantonalturnverbände. Die STV-2016-Jahresrechnung wurde abgesegnet, Referent Fredi von Gunten versicherte den Anwesenden, dass sie wertvolle und gute Arbeit leisten würden.

«Das Jahr 2017 ist noch jung, der Zentralvorstand war aber bereits gefordert. Grosse Themen sind immer noch die Einbindung vom SATUS Schweiz und die Gespräche mit dem SVKT Frauensportverband. Die Reck-EM-Erfolge unserer Kunstturner in Rumänien sind motivierend und für den STV wertvoll», begrüsste STV-Zentralpräsident Erwin Grossenbacher (Neuenkirch) an der F-VLK die Delegierten aus den Mitgliedverbänden. Die Traktandenliste im «Campus Sursee» zählte 13 Behandlungspunkte. Traktandum 6 galt den STV-Finanzen: der Jahresrechnung 2016.

Aus Minus wurde weniger Minus
Die Finanzfachmänner Felix Mangold (ZV-Finanzverantwortlicher) und Kurt Hunziker (Abteilungschef Finanzen) erklärten den anwesenden Delegierten den 2016-Abschluss mit einem Aufwandüberschuss von 555100 Franken. Budgetiert war ein Minus von 798400 Franken. Das um 243300 Franken bessere Ergebnis wurde bei einem Gesamtumsatz von 17,2 Millionen erzielt. Dank einem Beitrag des Eidgenössischen Departementes des Innern (EDI) für ausserschulische Jugendarbeit, höheren Mitgliederbeiträgen, einem schönen Batzen von der Sportversicherungskasse (SVK), dem letzten ETF-2013-Gewinnanteil und Mehrwertsteuerrückstellungen kam die Besserstellung der Rechnung 2016 zu Stande.

Mehraufwände verursachten 2016 Erfolgsprämien im Spitzensport (EM Bern, Olympische Sommerspiele 2016), Wertberichtigung eines Darlehens an die EM Kutu Bern 2016 sowie der Swiss-Cup-Zürich-Verlust. Der STV-Jahresrechnung 2016 stimmte das Plenum in Sursee ohne Diskussion zu. Die STV-Finanzverantwortlichen nahmen das Resultat zufrieden zur Kenntnis.

Mitgliederbeiträge, Beitragsstruktur
Die «STV-Frühlings-Session» war deutlich mehr als ein reiner Finanzgipfel. Weitere Themen, die bei der Führung des grössten Schweizer Sportverbandes relevant sind, wurden behandelt. Der Freitags-Schwerpunkt war ein «Work-Shop» zum Punkt Mitgliederbeiträge/Beitragsstruktur.

Der Thuner Fredi von Gunten (Dozent Swiss Sport Management Center, freier Mitarbeiter Swiss Olympic, div. Führungsfunktionen, CH-Verbandskenner) lieferte zum Schwerpunkthema ein spannendes Einstiegsreferat. «Wenn es ums Geld geht, wenn es um die Mitgliedschaft geht, muss man vorsichtig sein», startete von Gunten seine Gedanken. Der Berner Oberländer unterschied fünf Bevölkerungstypen, die Zapper-, Gesundheits-/Wellness-, Unternehmer-, Adrenalin- und Virtuell-Typen, die man erreichen möchte. «Was bekomme ich für meinen Mitgliederbeitrag zurück», sei eine der ersten Fragen, die sich neue Vereinsmitglieder heute stellen würden. Von Gunten präsentierte dem Plenum dazu eine Gegenüberstellung verschiedener Schweizer Sportverbände. «Im Vergleich mit anderen Verbänden erbringt der STV eine hohe Fülle an Grund- und Zusatzleistungen, zu einem sehr guten Preis», so von Gunten.

Nach dem Einstiegsreferat des Berner Oberländers wurden in diversen Gruppen auf fünf Fragen zum Thema Beitragsstruktur Antworten gesucht. «Aktuell wollen wir die Beiträge im Turnverband sicher nicht antasten. Wir stehen auch nicht unter Termindruck, wollen aber vorausschauend handeln und uns nicht überraschen lassen», meinte Ruedi Hediger (Geschäftsführer STV), der durch die Beitragsstruktur-Gruppenarbeit führte, zum VLK-Plenum.

Die Verbandsverantwortlichen vom Kanton Neuenburg stellten, zum Thema Mitgliedergewinnung/-pflege passend, ihr Projekt «24HGYM» vor, das am Samstag, 6. Mai 2017 am Ufer vom Neuenburgersee über diverse Hallen und Aussenflächen geht und eine extrem breite Sportpallette beinhaltet. Alleine der «24HGYM»-Start ist spannend, am Samstag um 06.30 Uhr (!) geht es los.

Ein bunter Frühlings-Info-Strauss
Der zweite VLK-Teil, der Samstagmorgen, entwickelte sich, passend zum Wetter, zum grossen, farbigen Frühlings-Info-Strauss, aus den verschiedensten, für die kantonalen Verbandskader wichtigen STV-Bereichen: Personalplanung im Zentralvorstand, Renata Loss Campana (Arbedo, Rechtsberatung, Vertretung Ticino) und Hanspeter Burkhalter (Niederscherli, Geschäftsprüfungskommission) treten Ende 2017 zurück. Jean Willisegger (Satigny, OK AV Genf) informierte über die Abgeordnetenversammlung (AV) in Genf, vom kommenden Oktober.

Weitere VLK-Samstag-Themen waren: Statutenänderungen, Stand Projekt Breitensport Schweiz (der SATUS-Beitritt ist erfolgt, was macht der SVKT Frauensportverband?), STV-Mitgliedschaft der Sportakrobatik, Infos aus der Geschäftsleitung und Stand der Sanierungsarbeiten der Zurlindenvilla an der Bahnhofstrasse 38 in Aarau (Geschäftsstelle STV). Auch über den Vorbereitungsstand vom Swiss Cup Zürich 2017, der Gymotion 2018 (Zürich), dem ETF 2019 Aarau und der kommenden Welt-Gymnaestrada 2019 (Dornbirn, AUT) informierten die Verantwortlichen die VLK-Turner/-innen. Sie erfuhren in Sursee, dass für 2021 wieder eine Schweizer EM-Organisation im Kunstturnen ins Auge gefasst würde und sich Bewerber für das Eidgenössische Turnfest 2025 melden könnten.

Marketingtagung
Im Nachgang zur VLK nutzte die STV-Abteilung Marketing und Kommunikation den Tag für eine Aus- und Weiterbildung der Marketing-, Kommunikations-, Medien- und Sponsoringverantwortlichen aus den Turnverbänden. Themen waren: Nutzen von Synergien, Social Media, Bild- und Video-Rechte sowie Kaffee und Kuchen.

Text: Peter Friedli

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