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STV: Rechnung 2014 genehmigt – Verbandshistorie

Peter Friedli, GYMlive

Am Freitag/Samstag, 24./25. April 2015 tagte im Rahmen der Frühlings-Verbandsleiterkonferenz (F-VLK) in Sursee die STV-Führung, zusammen mit den Spitzen der Kantonalturnverbände. Erwin Grossenbacher (Zentralpräsident STV) zeigte sich erfreut über die EM-Medaillenerfolge der Schweizer Kunstturner/-innen in Montpellier (Fr). Die 2014-STV-Jahresrechnung wurde abgesegnet, am VLK-Samstag mit dabei, die SATUS-, SUS- und SVKT-Führungspersonen.

«Der Start ins Turnjahr und die Wettkampfsaison 2015 hätte nicht schöner ausfallen können. Der gesamte STV freut sich über die EM-Medaillen von Giulia Steingruber, Pablo Brägger und Christian Baumann», begrüsste der STV-Chef die F-VLK-Delegierten im Luzerner Hinterland. Die Traktandenliste in Sursee zählte 15 Behandlungspunkte. Punkt Sechs galt den STV-Finanzen: der Jahresrechnung 2014.

Die Finanzfachmänner Felix Mangold (ZV-Finanzverantwortlicher) und Kurt Hunziker (Abteilungschef Finanzen) erklärten den anwesenden Delegierten den positiven 2014-Abschluss mit dem Gewinn von 77000 Franken. Das positive Ergebnis wurde bei einem Gesamtumsatz von rund 17 Millionen erzielt (2,3 Millionen entfallen auf Grossanlässe) und vom Plenum in Sursee ohne Diskussion und einstimmig abgesegnet.

Höhepunkt erreicht
Im Vergleich zum Budget 2014, dieses rechnete mit einem Verlust von 355000 Franken, fällt das Ergebnis um 432000 Franken besser aus. Die finanzielle Besserstellung konnte auch dank einer Gewinnausschüttung der Sportversicherungskasse erzielt werden. Die meisten Abteilungen weisen für 2014 durchwegs weniger Ausgaben aus als im Budget aufgeführt. «Das ist natürlich ein erfreulicher Abschluss, keine Frage. Das vorliegende Resultat haben wir so nicht erwartet. Ich meine, dass das aktuelle Verbandskapital nun seinen Höhepunkt erreicht hat und in den kommenden Jahren wieder etwas abnehmen wird. Wir sind aber ein sicher, aus reiner Finanzsicht, gesunder Sportverband. Die Budgetabweichung ist gross, das ist so. Genau in diesem Punkt wollen wir künftig besser werden und daran arbeiten wir», meinte Felix Mangold zum Jahresabschluss 2014.

Ein «verbandshistorisches» Projekt
Die «STV-Frühlings-Session» war mehr als ein reiner Finanzgipfel. Andere interessante Themen hatten auch ihren Platz. Zentralpräsident Grossenbacher informierte über das Zustandekommen der unterzeichneten Absichtserklärung mit den anderen Schweizer Turnverbänden SATUS Schweiz, SVKT Frauensportverband und Sport Union Schweiz (SATUS, SUS, SVKT). Die Initialzündung zum Start von diesem – schweizerischen «verbandshistorischen» – Projekt, erfolgte an einer Sitzung mit den Führungen der vier Turnverbände am Mittwoch, 4. März 2015 in Aarau.

Anfang März ging es auch um die Frage: «Wie sieht die Turnschweiz in zehn Jahren aus? Der Grundtenor lautete dann: Warum noch zehn Jahre warten», so Grossenbacher. Detailfragen zum (möglichen) Zusammenrücken konnten in Sursee noch nicht beantwortete werden. Diverse Wortmeldungen aus Zürich und dem Bernbiet tönten positiv und stärkten das Vorgehen der Verbandsführung. SATUS, SUS und SVKT zählen um die 85000 Turner/-innen. Eine Projektgruppe soll nun, aktuell läuft die Informations-Phase, Detailfragen klären. Als terminlich, sportlicher Start eines gemeinsamen, grossen Schweizerischen Turnverbandes, ist der 1. Januar 2017 vorgesehen. Der Status der Mitgliedschaft beim STV von SATUS, SUS und SVKT entspräche dem eines Kantonal- und/oder Regionalturnverbandes.

«Nationale Aktion»
Eines der weiteren VLK-Themen war der Mitgliedergewinnung gewidmet. Im Frühling 2017 möchte der STV mit einer «nationalen Aktion», es wird noch ein wirkungsvoller Name gesucht, auf sich aufmerksam machen (Angebote, Möglichkeiten, Nutzen usw.). Die 8,2 Millionen Schweizer/-innen sollen den STV als Turnfamilie wahrnehmen, die, Zitat: «… soziale, gesellschaftliche und ethische Werte vertritt und allen Alters- und Leistungsklassen ein vielfältiges Turn-, Freizeit- und Gesundheitsprogramm anbietet.» Eine breit abgestützte Arbeitsgruppe ist daran die Details auszuloten. Alle Verbandsstufen sollen ihren Beitrag leisten und von der «nationalen Aktion» profitieren können.

Ein Marathon …
Zum Abschluss vom VLK-Freitag durften die Delegierten einen Informations-Marathon über sich ergehen lassen: 15. Welt-Gymnaestrada in Helsinki (Fi, 12. bis 18. Juli 2015), Swiss Cup Zürich (8. November 2015), «Gymotion» (16. Januar 2016), EM im Kunstturnen in Bern (25. Mai bis 5. Juni 2016), ETF 2019 in Aarau (Juni 2019), «Swica», ein starker STV-Partner (Vertragsverlängerung), Infos aus der Geschäftsleitung (Personelles, Ethik-Charts im Sport, Schweizer Meisterschaften 2015, Jugend (neuer «Jugihit»), Spitzensport, Marketing und Kommunikation).

«Solidarität – Identifikation – Stolz»
Der VLK-Samstag, personell nun auch dabei, die SATUS-, SUS- und SVKT-Führungen, hatte ein Schwerpunktthema: «Solidarität – Identifikation – Stolz». Nach einem spannenden Impuls-Referat von Urs Mühlenthaler, der charismatische Handballer ging auf das spannende «Ich-» und «Wir-Gefühl» ein, wurden in einer Gruppenarbeit Antworten auf die Frage, «Was darf man gegenseitig voneinander erwarten und was sind die wichtigsten Beiträge zu einem starken STV?», gesucht und gefunden.

«Es geht eine gehaltvolle Frühlings-VLK zu Ende. Ich habe viel gehört, gelernt, erfahren und diskutiert. Für mich eine gute Erfahrung. Freuen wir uns nun auf die kommende Wettkampf- und Turnfest-Saison 2015. – Die Herbst-VLK findet am 5. September 2015 in Bern statt», so Erwin Grossenbacher in seinem Schlussvotum an das Plenum. – Applaus.

Text: Peter Friedli

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