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Spitzensport-Zusammenkunft: «Test-Events» und EM-Medaillen ein Muss

Peter Friedli, GYMlive

Am Mittwoch, 12. Januar 2011 fand in Aarau das Jahrestreffen der STV-Spitzensportverantwortlichen statt. Rück- und Ausblicke dominierten, gegen 90 Personen waren an der Spitzensport-«Jahresbilanz» anwesend. Dabei auch Hanspeter Tschopp (Zentralpräsident STV) und Klaus Hübner, Sportwissenschaftler und Tagesreferent.

Im ersten Teil der Spitzensportzusammenkunft 2011 zog Felix Stingelin (STV-Spitzensportchef, Diegten) Bilanz über die Aktivitäten im vergangenen Jahr. «Entscheidend ist der Erfolg und nicht das Mitmachen. Erfolg bedingt ständiges Streben nach Perfektion», meinte Stingelin, dies sei ein Prozess, der niemals ende. Seine Schlussbilanz des Spitzensportjahres 2010 fiel durchzogen aus. Im Aktivbereich findet man sechs EM- und zwei WM-Diplome, die Podestplätze aber, diese fehlen gänzlich. Stingelins Gesicht erhellte sich, als er über die sieben EM-Medaillen aus dem Juniorenbereich (Kunstturnen, Trampolin) Zeugnis ablegen durfte, die 2010 erturnt wurden.
«Qualifikation für den Test-Event» lautet die grosse, über allem stehende Spitzensport-Zielsetzung für das bevorstehende (ultimative) Turnjahr. 2011 geht es um die Olympiaqualifikationen für London 2012. Es gibt den direkten Weg über WM-Top-Platzierungen oder den Umweg via einem «Test-Event», der im Januar 2012 auf den Originalschauplätzen in England stattfinden wird. In dieser zweiten Quali-Chance sieht Stingelin die Möglichkeit, dass Schweizer Turn-Cracks 2012 um Olympia-Edelmetall turnen. Um personell nichts zu verschenken, seien die Nationalkader 2011 angepasst worden, so Stingelin (s. Kaderlisten).

Ausbeute zu gering
«Sage ich, was ich denke, oder denke ich nur, was ich sagen soll oder nicht?» Dies sei «hier und jetzt» seine grosse Herausforderung, eröffnete STV-Zentralpräsident Hanspeter Tschopp (Ziefen) sein Votum. Tschopp einigte sich mit sich darauf, dass er sagte, war er dachte: Nach fast zwei Zentralpräsidenten-Legislaturen nutzte er die Spitzensportzusammenkunft für eine Sechsjahresbilanz. Klares Fazit: «Die Ausbeute ist zu gering». Mit Ausbeute meine er die Medaillen-Ausbeute. Diese setzte Tschopp ins Verhältnis zu den ausgegebenen über 30 Spitzensport-Millionen, die zwischen 2006 und 2011 geflossen sind und die er vor den STV-Mitgliedern zu vertreten habe. Von den Spitzensportverantwortlichen verlangte der Präsident unmissverständlich, dass Finalqualifikationen (Einzel und Mannschaften) und Medaillen (EM) künftig «Normalität» sein müssen. Das in diesem Jahr «in allen Sparten» die Qualifikation für die «Test-Events» für die Olympiaquali erreicht werden, ist für Tschopp keine Frage.

Optojump?
Das traditionelle Fachreferat hielt BASPO-Sportwissenschafter und -Leistungsdiagnostiker Klaus Hübner. Hübner brachte die Begriffe Quattro-, Drop- und Optojump relativ verständlich «rüber» und fesselte die Zuhörenden mit spannenden Aussagen und Möglichkeiten, welche die in Magglingen betriebene Leistungsdiagnostik bietet.

Text: Peter Friedli

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