Der STV Zentralfähnrich Daniel von Gunten stand stramm und aus den Lautsprechern im Leichtathletikstadion Trinermatte ertönte die Schweizer Nationalhymne für die 14 neuen Meistervereine im Vereinsturnen 2011: STV Marbach, TV Stein, DR Bözen, GG Kreuzlingen, SFG Locarno, STV Wetzikon, DTV Neftenbach, RR Untersiggenthal, SFG Chiasso, TV Mels, BTV Luzern, STV Wettingen, FSG Pomy und STV Möriken-Wildegg. Diese Vereine setzten sich in ihren Disziplinen knapp oder weniger knapp durch und sind für ein Jahr lang, bis zur SMV 2012 in Bern, die neuen Titelträger im Vereinsturnen.
Wenn Hundertstel entscheiden
Die Finaldurchgänge am zweiten SM-Tag verliefen äusserst spannend. Selbst für die turnkundigen Zuschauenden, die turnunkundigen sind jeweils sehr gefordert, ist es nicht ganz einfach, die Unterschiede festzustellen. Beispiel Barrenturnen, da übernahm der STV Wetzikon (9,70) klar die Führung, den TV Mels (9,55), STV Rickenbach LU (9,55) und den STV Roggliswil (9,53) trennten aber dann noch lediglich zwei Hundertstel – wo sind diese zu orten. Reckgold und -silber (SFG Chiasso und STV Sulz) lagen ebenfalls nur zwei Hundertstel auseinander. Dies sind jeweils selbst für erfahrene Wertungsrichter grosse Herausforderungen, die aber eben alles auch so spannend machen.
Eine SMV lebt von Kontinuität und Überraschungen, das war bei der 2011er-Ausgabe in Zofingen nicht anders. In sechs Disziplinen (Klein- und Grossfeldgymnastik, Schulstufenbarren, Trampolin, Rhönrad und Boden) setzten sich die Titelträger aus dem Vorjahr durch. In anderen Sparten wurden oft auch nur die Plätze vom Vorjahr getauscht, respektiv erfolgreich Revanche genommen. In der Gymnastik Bühne (DR Bözen, TV Teufen, GG Kreuzlingen) standen drei Vereine auf dem Podest, die man da noch nie oder schon lange nicht mehr gesehen hat.
Text: Peter Friedli
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SM Vereinsturnen: Die 14 Titel sind vergeben
Das SMV-Wochenendes vom Samstag/Sonntag, 10./11. September 2011 in Zofingen ist vorbei. 56 Präsentationen wurden am zweiten Tag benötigt um die 14 Schweizer Meistervereine küren zu können. 3500 Zuschauer/-innen boten den Turnenden einen würdigen und stimmungsvollen Rahmen.