Kilian Fischer (TV Grosswangen), Erwin Zimmerli (STV Nebikon), Alexander Kurmann (BTV Luzern), Fabio Gasser (BTV Luzern, Schweizer K7-Meister 2015) und Simon Stalder (STV Rickenbach), alles Top-Geräteturner aus dem Turnverband Luzern, Ob- und Nidwalden, tauschten am zweiten SM-Tag in Willisau ihr Vereinstenü gegen eine einheitliche (neue) Verbandsbekleidung und bildeten eine verschworene Getu-Einheit, die so hart und widerstandsfähig war, wie Pilatus-Granit. Patrick Hepp (Trainer) führte die fünf Athleten taktisch geschickt durch den Gerätefünfkampf (Boden, Ring, Sprung, Barren, Reck): Sieg, Schweizer A-Meister.
Der Pilatus hielt
Die Zentralschweizer starteten an den Ringen und erturnten sich an allen Geräten über 38 Punkte/Gerät (zwischen 38,20 und 38,75). Diese Konstanz machte es den «Gegnern» nicht einfacher, gegen den Pilatus-Granit anzuturnen. Zürich versuchte es, das Waadtland versuchte es und Bern (Titelverteidiger) gelang zum Abschluss, mit Top-Barren (38,85) und -Reckübungen (38,75), die Zentralschweizer etwas nervös zu machen: mehr nicht. Der Pilatus hielt.
«Wir absolvierten hier in Willisau unser gemeinsames Training und haben die SM ‹quasi› simuliert. Ich bin nicht ganz sicher, aber ich denke, es ist das erfolgreichste Getu-Wochenende unseres Turnverbandes. Dass sowohl die A- und B-Riege gleich beide Titel holen ist, glaube ich, noch nie vorgekommen. Die guten Einzelleistungen vom Samstag konnten wir bestätigen. Ein Sonntagsspaziergang war es nicht, es war ein Kampf. Ich wusste, dass Bern am Barren und Reck Punkte gut machen wird. Die Freude und Genugtuung über unsere Erfolge und für den Verband sind extrem gross», bilanzierte Patrick Hepp unmittelbar nach dem «goldenen» Sonntag von Willisau (nicht nur wegen dem Wetter …). Hepp hat Recht. Ein Zentralschweizer Doppelsieg gab es in der SM-Geschichte noch nie.
Nach 2014-Bronze das 2015-Gold
In der B-Klasse trat Luzern, Ob- und Nidwalden II (2014-Bronze) ähnlich überzeugend auf wie die A-Riege. Nach dem zweiten Gerät (Barren) übernahmen Livio Markzoll, Janis Fasser, Christoph Hüsler, Elias Furrer und Christian Costa die Führung und gaben diese in der Folge nicht mehr ab: Sieg mit 186,30 Punkten vor Bern II (185,75).
Noch geht es weiter …
An der SM-Geräteturngeschichte 2015 wird am kommenden Samstag/Sonntag, 14./15. November in Oberbüren das letzte Kapitel geschrieben. Es geht um SM-Einzeltitel bei den Turnerinnen, den Sie+Er- und um ganz viele Gerätetitel (Ti/Tu).
Text: Peter Friedli
SM-Infos:www.sm-2015.ch.