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SM Geräteturnen Ti: Gold I, Gold II und Gold III – für Luzern, Ob- und Nidwalden (aktualisiert)

Peter Friedli, GYMlive

An den stimmungsvollen Schweizer Mannschaftsmeisterschaften (SM) im Geräteturnen der Turnerinnen, vom Samstag/Sonntag, 2./3. November 2013 in Schiers, holte sich der Turnverband Luzern-, Ob- und Nidwalden den dritten Schweizer K7-Titel in Folge, vor Neuenburg und Zürich. Der Damen-Titel ging an die einheimischen Bündnerinnen, der K6-Sieg an Luzern, Ob- und Nidwalden und K5-Gold an St. Gallen.

Es war friedlich, fröhlich, eng, stickig und sehr laut. Die Luft in der Turnhalle Oberhof von Schiers war magnesiageschwängert – frische Bergluft kommt anders daher. Am ersten Novemberwochenende ging es im Bündnerland aber nicht ums Bergwandern, es ging um den Schweizer Meistertitel im Mannschaftsgeräteturnen der Turnerinnen. Die verschiedenen Kantonsfähnchen, die Kuhglockenklänge und die synchrone Anfeuerungsrufe («Zige-zage-zige-zage – Züri Züri Züri!») sorgten für ein genial-motivierendes Ambiente beim Start zur SM-Getu-Serie 2013 (drei Meisterschaften innerhalb drei Wochen). Beim SM-Organisator BTV Schiers machten die stärksten Schweizer Geräteturnerinnen ihre Aufwartung – gegen 450 Athletinnen griffen an Magnesiawürfel und Turngeräte.

Vorsprung kleiner
Luzern, Ob- und Nidwalden reiste als K7-Titelverteidiger der letzten beiden Jahre – 2011 und 2012 – in den Steinbock-Kanton und verlässt die Bergregion im Prättigau erneut als Meisterinnen-Riege in der höchsten Getu-Klasse. Flavia Imfeld, Stefanie Meier, Sarah Hurschler, Selina Rinert und Nicole Strässle, die Meistermannschaft 2012 wurde auf zwei Positionen verändert, Imfeld und Meier sind neu, starteten am Boden. Nach dem ersten Gerät übernahmen die Zentralschweizerinnen, zusammen mit Aargau, das später durchgereicht wurde, mit 37,40 Zählern die Führung. Zürich (37,30) und Neuenburg (37,15) folgten. Die Luzern-, Ob- und Nidwalden-Truppe konnten sich mit den folgenden Geräten (Ring, Sprung, Reck) auf der Spitzenposition halten. Die Frauschaft um Beni Boos (Coach) bewies beim Sprung Charakter. Als Sarah Hurschler (Sturz) lediglich 8,50 Punkte einfuhr, doppelte Selina Rinert sofort mit 9,80 nach und hielt den Schaden in Grenzen.

«Bei meiner Analyse im Vorfeld kam ich zum Schluss, dass wir zum dritten Mal gewinnen können, der Vorsprung aber kleiner sein wird als im Vorjahr. Genau so kam es am Schluss heraus», analysierte Boos und weiter: «Wir starteten überzeugend am Boden und konnten den Schwung an die Ringe mitnehmen. Beim Sprung war uns Selina mit ihren 9,80 eine grosse Hilfe. Es folgte das Zittergerät Reck. Unsere ersten beiden Turnerinnen machten ihre Sache sehr gut und motivierten die anderen Athletinnen. Die Herausforderung war grösser als vor einem Jahr. Bei den Turnerinnen spürte ich eine gewisse Nervosität. Jetzt sind wir natürlich extrem zufrieden, dass es mit der Titelverteidigung geklappt hat», so Coach Boos, nach der Siegerehrung. Hinter Luzern, Ob- und Nidwalden (150,05 Punkte) folgten Neuenburg (149,35) und Zürich (148,20), das sich mit einem Schaukelring-Schlussspurt Bronze vor dem Wallis (148,15) sichern konnte.

Die Tageshöchstnote lieferte im Prättigau die ETF-Siegerin von Biel/Bienne, Océane Evard (Neuenburg). Sie bekam beim Sprung 10,00 Punkte gutgeschrieben. Es folgen Selina Rinert (Lu, Ow/Nw) mit 9,80 Sprungpunkten und Natascia Taverna (Genf) mit 9,75 Zählern, ebenfalls beim Sprung.

Gold-Geschenk für Organisator
In der Damen-Klasse sah es drei Geräte lang nach einem Sieg für den Freiburger Verband aus. Nach einer schlechten Sprung-Serie mit lediglich 26,70 Punkten für die Freiburgerinnen, nutzen Annaliese Schamaun-Göldi, Sarah Bargetzi, Andrea Hanselmann und Claudia Hartmann von der Riege Graubünden die Gunst der Stunde. Die vier Turnerinnen holten mit einem optimalen Reck-Durchgang 28,10 Punkte und schlichen sich, nach der Lauerstellung auf dem zweiten Zwischenrang, auf den Goldplatz. Dies natürlich zur ganz grossen Freude der vielen Bündner/-innen auf den Zuschauerrängen. Der Sieg war ein Geschenk an den organisierenden BTV Schiers.

Am zweiten SM-Tag hatten im Bündnerland die jüngeren Geräteturnerinnen ihre Auftritte. In den K5- und K6-Klassen wurden die Kategoriensiegerinnen gesucht. Bei nicht weniger Stimmung als bei den Grossen, zeigte sich der Getu-Nachwuchs von den Leitenden optimal vorbereitet. Luzern, Ob- und Nidwalden (K6) und St. Gallen (K5) setzten sich durch. — Es dauert zwei Wochen (Samstag/Sonntag, 16./17. November 2013), dann turnen die über 150 Athletinnen, die sich in Schiers qualifiziert haben, in Wil SG um die Einzeltitel.

Weitere SM-Infos: www.btv-schiers.ch/smm2013

Text: Peter Friedli, Marianne Baschung

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