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SM Geräteturnen: Jugend schlägt ganz viel Erfahrung

Peter Friedli, GYMlive

Am ersten Tag der Schweizer Meisterschaften Geräteturnen Einzel/Sie+Er vom Samstag/Sonntag, 14./15. November 2015, in Oberbüren, sicherte sich Sandra Garibay ihren ersten Schweizer K7-Meistertitel im Geräteturnen. Der K6-Kategoriensieg ging an die Nachwuchsturnerin Manon Reinhard.

Selina Rinert (BTV Luzern), die K7-Titelverteidigerin von 2014 (Utzenstorf), war an den 33. Schweizer Meisterschaften im Geräteturnen der Turnerinnen unter den vielen Zuschauenden. Wegen Rückenproblemen ist sie im Moment ausser (Turn-)Gefecht. Was Rinert während der der K7-Entscheidung in der Turnhalle «Thurzelg» von Oberbüren zu sehen bekam, wird sie und ihre Rücken freuen. Ihre jüngere BTV-Luzern-Turnkollegin Sandra Garibay, Jahrgang 1999, machte einen auf Fabio Gasser (BTV Luzern, Jg. 1999, Schweizer K7-Meister bei den Turnern) und holte als zweitjüngste Starterin im K7-Feld ihren ersten SM-Titel im Fürstenland.

Die Ausgeglichenheit war’s
Die Parallelen zu Gasser sind frappant: 2012/K5-Silber, 2013/K6-Gold, 2014/K7-Bronze und 2015 die höchste Auszeichnung, die sich eine Geräteturnerin national erturnen kann. Die Wettkampfanalyse zeigt, dass es die Ausgeglichenheit war, die die Luzernerin zu Gold führte: Boden/9,35, Ring/9,50, Sprung/9,50 und Reck/9,50. An die Garibay-Konstanz kamen Natascia Taverna (Vevey JP, Jg. 1980, letztes SM-Gold 2012), Sandy Jaccard (Yverdon AG, 1993) und Lilian Gisler (GR Bürglen, 1984, letztes SM-Gold 2010) nicht heran. Die erfahrenen, zum Teil recht älteren und mit allen Getu-Wassern gewaschenen Gegnerinnen, mussten sich Garibay alle beugen. Da reichte auch Tavernas (9,65) Tageshöchstnote auf der Bodenbahn nichts, weil, am Reck gab’s dann noch 9,20 Zähler.

«Ich startete am Boden mit viel Respekt, gar mit etwas Angst, weil ich wusste, dies ist nicht mein bestes Gerät. Die Sprungnote gab mir Selbstvertrauen für den Endspurt. Fabio Gasser hat mich mit seiner Willisau-Leistung extrem motiviert. Als Ziel hatte ich mir einen Podestplatz vorgenommen», so die K7-Getu-Königin 2015.
Übrigens I: Wäre der Einzeltitel 14 Tage früher, im Rahmen der Mannschafts-SM von Frauenfeld vergeben worden, hätte Garibay (38,15) vor Taverna (37,80) gewonnen. – Übriges II: In der gesamten SM-Geschichte standen noch nie drei Turnerinnen auf dem (engen) zweiten Podestplatz: ein Novum. 

Reinhard – eine weitere Samstag-Siegerin
Am SM-Samstag fiel im Fürstenland auch die K6-Entscheidung. In der Nachwuchsklasse turnte sich die 2014/K5-Siegerin Manon Reinhard (FS Glovelier) mit der hohen Recknote von 9,45 Punkten vor Selina Carigiet (TV St. Peterszell) auf den Spitzenplatz: K6-Gold.

Noch nicht fertig …
Am Sonntag, 15. November 2015 geht es in Oberbüren um die Kategoriensiege in der K-Damen- und K5-Klasse sowie um die Gerätetitel bei den Turnerinnen (Boden, Ring, Sprung, Reck) und den Turnern (Boden, Ring, Sprung, Barren, Reck). Los geht es um 8.30 Uhr (K5).

Text: Peter Friedli

SM-Infos: www.sm2015.ch.

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