«Uri rockt», war auf einem grossen gelben Transparent, neben dem Kopf eines imposanten Uristiers mit rotem Nasenring zu lesen. Genau so war es in der Turnhalle Feldli von Altdorf. Nicht nur der Uristier «rockte», die ganze Halle in Altdorf «rockte», während die K7- und K-Damen-Turnerinnen ihren Mannschaftswettkampf absolvierten. Am besten «rockten» die K7-Turnerinnen Flavia Imfeld, Isabelle Schwegler, Selina Rinert, Nicole Strässle und Nadine Schwegler vom Turnverband Luzern, Ob und Nidwalden. Das Team von Trainer Roland Bucher ging bei den ersten beiden Geräten (Schaukelringe, Sprung) in eine Lauerstellung und übernahm nach dem Reck-Durchgang die Spitze. Diese verteidigten die Bucher-Truppe auf der Bodenmatte erfolgreich: Sieg und erster Schweizer K7-Meistertitel. «Nach den beiden Silbermedaillen 2009 und 2010 hat es hier nun endlich gereicht. Einfach genial», äusserte sich Roland Bucher zum Erfolg der Innerschweizerinnen. Bei Wettkampfhälfte lagen die einheimischen Urnerinnen auf solidem SM-Kurs, was die Stimmung in der Halle zum Kochen brachte. Abgerechnet wird aber bekanntlich erst am Schluss und da musste der Uristier in der Halle mit ansehen, wie Luzern, Ob- und Nidwalden an den Urnerinnen vorbeizog. «Wir haben Silber gewonnen, das ist ganz klar. Eine absolut geniale Leistung. Ein Medaille strebten wir schon an. Welche, das hatten wir nicht definiert», so ein zufriedener Reto Zgraggen, der Urner-Getu-Trainer.
Wieder Bern
Nach 2009 (Kirchberg BE) jubelten die Berner «Damen» in Altdorf wieder vom höchsten Podest. Nachdem Aargau in Führung ging, übernahmen Estelle Vorpe, Katrin Kehrli Sabine Niggeler und Martina Marti nach dem zweiten Gerät (Reck) die Führung und behaupteten diese bis am Schluss: Damen-Sieg. «Die harte Arbeit hat sich gelohnt, die Turnerinnen waren heute parat», so Priska Glarner, die Berner K-Damen-Trainerin.
Luzern, Ob- und Nidwalden zum Zweiten
Mit dem Sieg von Luzern, Ob- und Niedwalden in der K6-Kategorie (Melanie Konzelmann, Raphaela Schwegler, Andrea Meile, Paciane Bo Studer, Sarah Hurschler) nutzte am zweiten SM-Tag ein weiteres Innerschweizer Getu-Team den Heimvorteil im Tellen-Dorf. In der K5-Klasse musst der dominante Uristier in der Feldli-Halle miterleben, wie die Turnerinnen aus dem Steinbockkanton Graubünden (Ninja Egli, Vanessa Flütsch, Marina Frey, Mia Siegrist, Sidonia Hobi) die Zürcher-Getu-Mannschaft ganz knapp, mit 15 Hundertsteln, auf den Silberplatz «rockte». – Der Uristier musste viel Magnesiastaub schlucken, erlebte aber insgesamt zwei tolle SM-Tage zusammen mit 400 Geräteturnerinnen in seiner Heimat, er war zufrieden.
Die stärksten Geräteturnerinnen der SM von Altdorf qualifizierten sich für die Einzel-SM vom Samstag/Sonntag, 19./20. November 2011 in Bellinzona.
Weitere SM-Infos: www.smm2011.ch
Text: Peter Friedli