STV-Spitzensportchef und Delegationsleiter Felix Stingelin sowie die beiden Cheftrainer Zoltan Jordanov und Beni Fluck zogen zum Schluss der Weltmeisterschaften ein sehr positives Fazit. Neben dem grossen Exploit von Ariella Kaeslin konnten auch die zweite Schweizer Mehrkämpferin Jennifer Senn (Klassierung im ersten Drittel der Welt beim ersten Mehrkampf auf diesem Niveau) und das Männerquartett die Erwartungen erfüllen. Zwei Mehrkämpfer im Final (Roman Gisi und Niki Böschenstein) sowie zwei Einzelathleten in den besten 20 der Welt (Claudio Capelli 15. am Barren und Claude-Alain Porchet 17. am Boden) geben Beni Flück viel Zuversicht: «Wir sind auf dem Weg – Road to London wurde erfolgreich gestartet.» Den Auftrag, den Schwierigkeitsgrad der Übungen deutlich zu erhöhen, setzten die Turner mit ersten Neuerungen erfolgreich um. Es gelte nun, konsequent weiter daran zu arbeiten. Die Europameisterschaften im nächsten April in Birmingham sind ein nächstes Ziel.
Ariella Kaeslin ihrerseits zeigte sich auch am Tag nach ihrem grossen Erfolg von der (gewohnt) sympathischen Seite: «Ich habe jetzt zwar eine Medaille mehr – ich bin aber immer noch die gleiche Ariella!» Diese aus Sicht des ganzen Schweizer Kunstturnens wichtige Aussage zeigt den Willen der WM-Silbermedaillengewinnerin, der Zielsetzung des Verbandes, einer Olympia-Qualifikation mit einer Frauenequipe, vieles unterzuordnen.» Bemerkenswert dabei auch die Würdigung des ganzen Umfeldes durch Ariella Kaeslin. Der Dank ging nicht nur an Cheftrainer Zoltan Jordanov, sondern auch an Balken-Trainerin Snejana Jordanov, an Assistenztrainer Fabien Martin sowie auch an die zahlreichen Helfer des Verbandes im Hintergrund. Nur so ist es möglich, am Tag X bereit zu sein – die grosse Stärke von Ariella Kaeslin. Sie hat auch an den Weltmeisterschaften in London die Erwartungen bei jedem Einsatz bedingungslos erfüllt.
Bernhard Rentsch, Chef Marketing+Kommunikation STV