Bereits als zweite Gruppe waren die Schweizerinnen an diesem Freitagabend, 13. Juni 2014 an der Reihe. In der Ball-/Band-Übung verzeichneten sie einige kleine Unsicherheiten, was nicht reicht, um die 16-Punkte-Marke zu knacken. Mit einer Note von 15,750 schaute am Ende der neunte Platz heraus. Die Keulen-Übung gelang den Gymnastinnen einwandfrei (16,566), worüber diese sich sehr freuten. «Wir sind mega happy, dass es so gut lief», meinte Team-Kapitänin Stephanie Kälin. Für den Gerätefinal reichte es aber auch hier nicht (10. Rang), denn die anderen Nationen waren einfach zu stark.
Lichtblick für die Zukunft
Mit dem neunten Platz im Gruppen-Mehrkampf konnte das Nationalteam zwar die Zielsetzung, den achten Rang, des Schweizerischen Turnverbandes (STV) nicht erfüllen, dennoch ist die Leistung der Schweizer Gruppe als ausserordentlich einzuschätzen. «Das nach dem Rücktritt der beiden langjährigen Nationalkader-Gymnastinnen, Nathanya Köhn und Lisa Tacchelli,verjüngte Team hat sich gut geschlagen», meinte STV-Spitzensportchef Felix Stingelin. Das zeigte, dass sie sich nach den Turbulenzen Ende des letzten Jahres bereits gut auf die neue Trainingssituation eingestellt haben. Stingelin deutet das als «ein positives Zeichen für die Zukunft.
Ein kleiner Trost ist, dass sich die Schweizer Gruppe für die ersten «European Games» 2015 qualifizieren konnte. Diese finden, genau in einem Jahr ebenfalls in Baku (Aser) statt.
Für die Schweiz an der EM in Baku (Aser) im Einsatz:
10 Keulen: Stephanie Kälin, Julia Novak, Tamara Stanisic, Anne Tardent und Nicole Turuani
3 Bälle/2 Bänder: Stephanie Kälin, Julia Novak, Anne Tardent, Lisa Rusconi und Nicole Turuani
Text: Alexandra Herzog-Vetsch