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Rhythmische Gymnastik: Rücktritte von Cinzia Mora, Julie Pantillon, Melanie Soldati und Nicole Turuani

ahv

Die vier Rhythmischen Gymnastinnen Cinzia Mora, Julie Pantillon, Melanie Soldati und Nicole Turuani haben sich entschieden, den neuen Olympia-Zyklus (2016-2020) nicht mehr anzugehen und vom Spitzensport zurückzutreten.

Cinzia Mora (16, Rickenbach Sulz) war seit Sommer 2015 Mitglied des Schweizer Nationalkaders. Vorher war sie Teil der Juniorinnen-EM-Gruppe 2015, mit der sie den siebten Platz im Final mit fünf Bällen erreichte. Ausserdem gewann sie am internationalen Turnier in Tartu die erste Goldmedaille für ein Schweizer Team.
Die 16-jährige Zürcherin muss ihre Spitzensport-Karriere aus gesundheitlichen Gründen beenden. Nach den Sommerferien beginnt sie das Gymnasium. «Die Karriere als Rhythmische Gymnastin war eine sehr gute und zum Teil sehr harte Lebensschule, in der ich viel gelernt habe. Diese neun Jahre haben mich sehr geprägt und ich werde diese Zeit nie vergessen», betont Mora zum Schluss.

Julie Pantillon (17, Sugiez) war seit 2014 Mitglied des Schweizer Nationalkaders. Bereits als Juniorin absolvierte Pantillon nationale und internationale Wettkämpfe. Bei ihrem Eintritt ins Nationalkader war die Freiburgerin Linkshänderin. Sie musste hart arbeiten, um den Umgang mit den Handgeräten auch mit Rechts zu beherrschen. Dies schaffte sie und erfüllte sich damit 2016 den Traum, an ausländischen Wettkämpfen teilnehmen zu dürfen. Mit der Seniorinnengruppe vertrat Pantillon dieses Jahr die Schweiz an den Europameisterschaften in Holon (ISR) sowie am Grand Prix in Thiais (FRA).
«Obwohl ich für die Vorbereitungen auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio selektioniert wurde, habe ich mich entschieden, vom Spitzensport zurückzutreten. Während fast zehn Jahren, davon drei im Nationalkader, habe ich diesen fordernden und schweren Sport mit Hingabe betrieben. Nun habe ich Lust, wieder zu meiner ersten Leidenschaft, dem Tanzen, zurückzukehren», erklärt die 17-jährige Freiburgerin. Sie wird eine Ausbildung in zeitgenössischem Tanz am Konservatorium in Freiburg beginnen. Weiter gibt Pantillon die zahlreichen Veränderungen im Nationalkader nach dem Verpassen der Olympischen Spiele 2016 als Grund für ihren Rücktritt an. «Ich bedanke mich bei allen Leuten herzlich, die mir während so langer Zeit geholfen und mich unterstützt haben», betont die zurücktretende Gymnastin abschliessend.

Melanie Soldati (16, Gordola) war seit 2015 Mitglied des Schweizer Nationalkaders, mit dem sie an den Weltmeisterschaften 2015 in Stuttgart (GER) sowie an den Europameisterschaften 2016 in Holon (ISR) im Einsatz stand. Ausserdem war sie Teil der Juniorinnen-EM-Gruppe 2013 in Wien (AUS).
Die Tessinerin kehrt dem Spitzensport den Rücken, weil sie einerseits aus gesundheitlichen Gründen (Fussprobleme) nicht mehr optimal trainieren kann. Andererseits kann Soldati sich nicht mit den weitreichenden Veränderungen im Nationalkader (weniger Gymnastinnen im Nationalkader, keine Assistenztrainerin mehr), anfreunden. Melanie Soldati wird nach den Sommerferien im Tessin mit dem Gymnasium beginnen. Was Sport betrifft, wird sie verschiedene Möglichkeiten ausprobieren und schauen, was ihr Spass macht.
«Ich bin sehr froh, diesen Weg gegangen zu sein. Ohne die Rhythmische Gymnastik wäre ich nicht da, wo ich heute bin. Die Zeit im Nationalkader hat mir unvergesslich schöne Momente beschert, die ich in guter Erinnerung behalten werde», so Soldati abschliessend.

Nicole Turuani (19, Cugnasco-Gerra) war seit 2012 Mitglied des Schweizer Nationalkaders. Mit der Seniorinnengruppe vertrat sie die Schweiz an drei Weltmeisterschaften (2013, 2014 und 2015), zwei Europameisterschaften (2014, 2016) und den Europa-Spielen 2015. Ausserdem hat sie an vielen weiteren nationalen und internationalen Wettkämpfen teilgenommen.
«Für mich ist das Ende dieses Olympiazyklus der richtige Zeitpunkt, um mit der Rhythmischen Gymnastik aufzuhören und etwas anderes in Angriff zu nehmen», erklärt die 19-jährige Tessinerin ihren Rücktritt. Sie möchte sich nun im Tanzen versuchen und verschiedene andere Sportarten ausprobieren. Nächstes Jahr wird sie das Gymnasium abschliessen und ein Studium beginnen. Welches das sein wird, weiss Turuani noch nicht genau. «Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich auf meinem Weg unterstützt und an mich geglaubt haben.»

Text: Alexandra Herzog

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