Nach den hervorragenden Ergebnissen vor drei Wochen am Weltcup in Pesaro (6. Rang im Mehrkampf), gehen die Erfolgsmeldungen weiter. Die Gruppe mit Capucine Jelmi, Nathanya Köhn, Marine Périchon, Carol Rohatsch, Lisa Tacchelli und Souheila Yacoub beweist auch im französischen Thiais, in der Region von Paris, dass die Schweiz mit den besten Ländern der Welt mithalten kann. Im Mehrkampf zeigten die sechs Gymnastinnen, sowohl in der Übung mit Ball als auch mit Reif/Band, eine sehr gute Leistung. Einzig zwei kleine Unsicherheiten wirkten sich etwas auf die Note aus. Die Cheftrainerin Heike Netzschwitz äusserte sich zufrieden: „Die Mädchen haben sehr gut geturnt und sie konnten das ganze Publikum begeistern und für sich gewinnen.“
Mit einer starken Leistung im Final „Reif/Band“ konnten die Schweizerinnen ihren dritten Platz ein zweites Mal behaupten. Bei der Kür mit fünf Bällen gelang dies nicht. Drei grosse Fehler warfen das Team auf den 8. Rang zurück.
Gilberte Gianadda, die in Thiais anwesende Schweizer Kampfrichterin, zieht eine positive Bilanz: „Die Ausführung der Schweizerinnen war, abgesehen von der verpatzten Übung im Final, exzellent. Bis zu den Weltmeisterschaften in sechs Monaten können die Schwierigkeiten noch erhöht werden. Das Internationale Kampfgericht weiss jetzt, dass die Schweiz zur Weltspitze gehört und hat gesehen, wie sich die Turnerinnen über vier Jahre konstant weiterentwickelten. Dies müssen sie auch die nächsten Monate weiter beweisen.“
An den Weltmeisterschaften im September in Montpellier (FR) qualifizieren sich die ersten sechs Gruppen direkt für die Olympischen Spiele in London 2012. Die nächste Etappe der Schweizerinnen, ist der Weltcup in Portimao (Portugal) Ende April.
Sarah Brander