Coline Gauthier (Vouvry, SFEP Bex) war seit Januar 2013 Mitglied des Schweizer Nationalkaders. Vorher hatte sie als Juniorin mit der Gruppe an den Junioren-Europameisterschaften 2011 in Minsk (WRuss) teilgenommen, wo sie den sechsten Platz belegte. Mit der Gruppe des Nationalkaders kam sie Anfang 2014 an zwei Weltcups in Pesaro (It) und Stuttgart (De) bei der Keulen-Übung zum Einsatz.
Aufgrund ihrer körperlichen Entwicklung (zu klein) sind die Perspektiven in der Rhythmischen Gymnastik nicht gegeben. Deshalb hat Gauthier, nach intensiven Gesprächen mit Nationaltrainerin Mariela Paschaliewa entschieden, vom Spitzensport zurückzutreten.
«Durch die Rhythmische Gymnastik habe ich gelernt, viel zu leisten, sowohl allein wie mit der Gruppe zu trainieren, die anderen zu respektieren und gleichzeitig meine Meinung äussern zu können. Das war eine schöne Lebensschule, die nicht alle erleben dürfen», meint Gauthier. Die Walliserin wird weiter per Fernstudium auf ihre Matura in zwei Jahren hinarbeiten. «Ich kann mir vorstellen, später im Bereich Gesundheit/Soziales zu arbeiten. Aber das ist alles noch ziemlich offen.» Sportlich möchte sich Gauthier in Richtung zeitgenössischer Tanz und Zirkus orientieren. «Nachdem ich 30 Stunden in der Woche trainierte, ist es komisch plötzlich nichts mehr zu haben», so die 16-Jährige.
Der Schweizerische Turnverband dankt Coline Gauthier für ihr grosses Engagement für die Rhythmische Gymnastik in der Schweiz und wünscht ihr für die Zukunft alles Gute.
Text: Alexandra Herzog-Vetsch
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Rhythmische Gymnastik: Coline Gauthier ist vom Spitzensport zurückgetreten
Die Rhythmische Gymnastin Coline Gauthier (16) ist Anfang Juni aus dem Nationalkader zurückgetreten.