Nach den erfolgreichen Europameisterschaften vom April in Bremen, traten die Schweizer Gymnastinnen in Madrid erstmals wieder an einem internationalen Wettkampf an. Der Länderkampf gegen Spanien beinhaltete ein straffes Programm. An einem Abend wurden vier Durchgänge, je zwei pro Übung, geturnt. Mit einem Punktetotal von 101,35 belegte die Schweiz Rang 2 hinter Spanien mit 105,35 Punkten.
Die Gruppe mit Capucine Jelmi, Carol Rohatsch, Lisa Tacchelli, Souheila Yacoub und Marine Périchon konnte zeigen, dass sie sich auf dem richtigen Weg befindet. Die nach der EM neu erarbeitete Reif-Choreografie wurde zweimal ohne Gerätverlust geturnt (25,900; 25,625). Im ersten Durchgang mit Seil/Band schlich sich noch ein gröberer Fehler ein, welcher im zweiten Durchgang aber ausgemerzt werden konnte (24,650; 25,175). Die Cheftrainerin Heike Netzschwitz äusserte sich sehr zufrieden: «Alle haben super gearbeitet und einen starken Wettkampf gezeigt.»
Nach den Rücktritten vom Chantal Breitinger und Nadine Stucki war dieser Länderkampf auch ein wichtiger Test für die neue Gruppenzusammenstellung. Weil Nathanya Köhn wegen einer Fussverletzung noch nicht wieder einsatzbereit war, musste Marine Périchon gleich beide Übungen turnen. Für die 16-Jährige war dies der erste internationale Wettkampf in der Gruppe und sie bestand die harte Probe. Die Genferin meisterte alle vier Durchgänge mit Bravour.
Zur weiteren WM-Vorbereitung wird das Schweizer Team noch an den folgenden internationalen Wettkämpfen teilnehmen:
28. /29. August Weltcup in Pesaro (It)
3. /4. September Open International Championships in Holon (Isr)
Sarah Brander, STV-Medienverantwortliche Rhythmische Gymnastik