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Olympische Spiele: Claudio Capelli wird 17. im Mehrkampffinal

Bravo! Claudio Capelli wird im Mehrkampffinale guter 17. und lieferte damit das beste Resultat eines Schweizers an Olympischen Spielen seit 1984. In Los Angeles wurde damals Sepp Zellweger Elfter und Markus Lehmann Zwölfter.

«Claudio hat sich gut verkauft, ich bin sehr zufrieden mit ihm», lobt Cheftrainer Bernhard Fluck den Turner. Claudio Capelli ist zufrieden, aber so richtig freuen kann er sich im ersten Moment nicht. Zu sehr ärgert ihn den Patzer am Sprung, wo er, wie in der Qualifikation, seinen Roche (Überschlag mit Doppelsalto gehockt) nicht landen konnte. «Der Sprung will einfach im Moment nicht – ach, es wären sicher noch 4 bis 5 Ränge drin gelegen», hadert der Berner mit sich. Darauf angesprochen, dass er das beste OS Mehrkampf-Resultat seit 1984 lieferte, staunt er. «Doch, ich bin mega zufrieden mit mir. Ich bin sicher, dass die Freude schon heute Abend, spätestens morgen überwiegt», so Claudio Capelli. Wenn man die Statistik noch genauer ansieht, kann ergänzt werden, dass 1984 diverse Nationen die Spiele boykottierten und man so bis 1976 zurückblättern müsste. An den Olympischen Spielen 1976 in Montreal wurde der Winterthurer Robert Bretscher 14. Im Mehrkampf. Zugegeben, Zahlenspiele, aber sie unterstreichen das gute Resultat von Claudio Capelli, und die Konkurrenz ist seit damals nicht kleiner geworden.

Claudio Capelli startete gut in den Wettkampf und zeigte an den Ringen eine saubere Übung – 14,166. Dann der „verhängnisvolle“ Sprung, der Rest gelang wieder gut bis sehr gut. Insbesondere am Zittergerät Pferd steigerte er sich gegenüber der Qualifikation noch einmal und zeigte heute die siebtbeste Pferdübung aller Mehrkämpfer. Spitzensportchef des STV Felix Stingelin ist sehr zufrieden: «Claudio Capelli hat heute und im Qualifikationswettkampf ein sehr positives Bild von sich abgegeben, fünf sehr gute Geräte und leider ein kleiner Makel am Sprung. Schade, dass der angestrebte 16. Platz knapp verpasst wurde, aber insgesamt gesehen zeigte er eine sehr gute Leistung.»

Kohei Uchimura – der beste Kunstturner der Neuzeit
Nach drei Weltmeistertiteln (2011/2010/2009) und Silber an den Olympischen Spielen 2008 in Peking gewinnt der Japaner Kohei Uchimura verdient Gold. Silber ging an den deutschen Marcel Nguyen, der damit die erste Mehrkampfmedaille seit 76 Jahren für Deutschland holt. Der Beste der Qualifikation Danell Leyva (USA) sicherte sich nach einem missglückten Auftakt am Pferd dank einer sensationellen Aufholjagd Bronze.

Renate Ried

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