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Olympische Spiele: Claudio Capelli qualifiziert sich souverän für den Mehrkampffinal

Claudio Capelli zeigte heute, 28. Juli 2012, einen seiner besten Mehrkämpfe seiner Karriere und qualifizierte als 18. für den Final der besten 24 vom Mittwoch, 1. August.

Als allererster Turner eröffnete der Holländer Epke Zonderland den Wettkampf an seinem Paradegerät Reck mit einem Knaller: 15.966 (D-Wert 7,5!). Auch Claudio Capelli startete am Reck mit einer sehr guten Übung, lediglich ein Ausfallschritt bei der Landung musste er in Kauf nehmen - 14,766 (6,3). Der Auftakt war gelungen – die Erleichterung bei Trainer Bernhard Fluck und Claudio Capelli sichtbar. Auch der Boden glückte bis auf die letzte Bahn, der Dreifachschraube, sehr gut – 14,766 (6,0). Als dann auch die Übung am Pferd sehr gut und flüssig gelang strahlte Claudio Capelli mit Trainer Bernhard Fluck um die Wette – 14,133 (5,8). «Dass ich die Pferdübung “gezogen“ habe, war für mich besonders wichtig, da ich diese Übung erst seit einem Monat turne», erklärte der Berner seine Erleichterung und Freude. Die neu kombinierte Übung hat einen um 0,4 Punkte erhöhten D-Wert. Die Ringübung turnte der Berner ohne Patzer, nur die Landung des Ausganges, dem Doppelsalto gehockt mit Doppelschraube musste er mit einem Schritt korrigieren – 14,133 (5,5). Am Sprung musste Claudio Capelli einen kleinen Rückschlag in Kauf nehmen: Er kam vom Sprungtisch nicht optimal weg und landete daher seinen Roche (Überschlag mit Doppelsalto gehockt) sehr tief, so dass das Gesäss den Boden kurz berührte, mit dem Korrekturschritt kam dann noch ein Abzug (0,3) für den Übertritt dazu – 15,200 (6,6). Doch Claudio Capelli liess sich nicht beirren und turnte am Schlussgerät dem Barren erneut ausgezeichnet – 14,600 (6,1). Claudio Capelli und die ganze Schweizer Delegation jubelten, lange ist’s her, dass Claudio Capelli so souverän geturnt hat. «Ich bin einfach „happy“ – Freude pur!», kommentierte der Berner seinen Wettkampf, «es ist genial hier - die Stimmung motiviert mich enorm». Als Einzelturner ohne Teamunterstützung freute er sich besonders über die treuen Schweizer Fans. «Super Wettkampf – nicht perfekt, aber sehr gut», lobte auch der Cheftrainer Bernhard Fluck den Turner.

Sein bisher bester Mehrkampf gelang Claudio Capelli an den Weltmeisterschaften 2007 in Stuttgart, wo er im Final 19. wurde (in der Qualifikation 14.). An den Olympischen Spielen 2008 in Peking wurde er 35., an der WM 2009 turnte er keinen Mehrkampf und an den letzen beiden WM’s 2010 und 2011 verpasst er den Final.

Erster der Qualifikation wurde der US-Amerikaner Danell Leyva (91,265) vor dem Russen David Beljawski (90,832) und dem Deutschen Fabian Hambüchen (90,765). Der amtierende Mehrkampfweltmeister und 2. der Olympischen Spiele 2008 in Peking Kohei Uchimura (Jap) wurde nach einem Sturz am Reck 9. Am Mittwoch, 1. August im Finale beginnt jedoch alles wieder bei null. Die Mannschaftsqualifikation gewann die US-Amerikaner vor Russland und den Britten. In der Qualifikation durften vier der fünf Turner antreten, drei Noten zählten. Im Teamfinale, am Montag, 30. Juli dürfen nur noch drei Turner ans Gerät und jede Übung wird zählen. Es wird spannend werden!

Renate Ried

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