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Olympia - Kunstturnen: Steingruber springt zu Olympia-Bronze

Giulia Steingruber holt sich an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro die Bronzemedaille am Sprung. Steingruber ist damit die erste Schweizer Kunstturnerin, die olympisches Edelmetall gewinnt.

Die Ausgangslage für den olympischen Sprungfinal der Frauen war äusserst spannend. Starke Sprungspezialistinnen hatten sich für den Final qualifiziert und gleich mehrere Turnerinnen hatten für die Spiele in Rio neue, schwierige Sprünge trainiert. Während die Usbekin Tschussowitina und die Inderin Karmakar sich am «Produnova»(Überschlag gefolgt von einem doppelten Salto vorwärts gehockt) versuchten, übten Giulia Steingruber und die Nordkoreanerin Hong sogar zwei Weltpremieren. Durch diese Ausgangslage war im Vorfeld eine Prognose für die Medaillen nur schwer möglich. Einzig bei Gold schienen sich die Experten einig zu sein: Die Amerikanerin Simone Biles ist nicht zu schlagen.

Giulia Steingruber hatte sich mit ihrem Trainer Zoltan Jordanov frühzeitig dafür entschieden, auf die Karte Ausführung und Sicherheit zu setzen. Steingruber verzichtete darauf, ihren neuen Sprung zu zeigen und wollte mit sauberen Sprüngen um eine Medaille kämpfen. Und diese Taktik ging voll auf. Während Tschussowitina, Hong und Karmakar stürzten oder hohe Abzüge in Kauf nehmen mussten, präsentierte Steingruber zwei sicher und exakt geturnte Sprünge. Als fünfte Turnerin gestartet übernahm sie deutlich die Führung und musste sich schlussendlich nur von der Russin Paseka und der Favoritin Biles geschlagen geben. Der Traum von einer Olympia-Medaille war Realität geworden - eine turnerische und taktische Meisterleistung von Giulia Steingruber und Trainer Zoltan Jordanov.

Historisches Edelmetall
Zwanzig Jahre ist es her als 1996 in Sydney mit Donghua Li zum letzten Mal ein eidgenössischer Kunstturner eine Olympische Medaille erringen konnte. Für das Schweizer Frauenkunstturnen ist Steingrubers Bronze gar die erste Olympia-Medaille überhaupt. Ein historischer Erfolg, den die Gossauerin in Rio de Janeiro erreicht hat.

Text: Thomas Greutmann


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