Der Innerschweizer Imhof verliess den Sägemehlring dreimal als Sieger. Gegen den Berner Reusser Philipp stellte der Nationalturner. Vor Imhof liegen zwölf Sennenschwinger. Das Feld wird nach vier Gängen vom 1,98 Meter grossen und 142 Kilo schweren Stucki «Chrigu» (39,75 Punkte) angeführt. «Was soll ich jetzt sagen? – Ein Viertelpunkt verloren, da darf und kann ich mich jetzt sicher nicht beklagen. Es könnte nicht besser sein vor dem zweiten Tag», so der Bern Seeländer nach seinem vierten Zweikampf. Stucki führt nach dem ersten Tag die ESAF-Rangliste zusammen mit Kämpf Bernhard an (beide BKSV), beide vier Siege.
Unter den ersten 25 klassierten Schwingern finden sich fünf Turner (Suppiger Werner, Gurtner Pascal, Dick Christian, von Ah Benji, Nötzli Reto). Im fünften Gang, am Sonntag früh, muss Imhof Andi gegen den Berner Siegenthaler Matthias ran.
Ein ESAF ist bekanntlich erst nach zwei Tagen entschieden – am Sonntag (7.45 Uhr, fünfter Gang) kann noch sehr viel passieren. Etwa um 17 Uhr wird der neue Schwingerkönig feststehen. Voraussichtlich wird es einen neuen König geben müssen, da der Titelverteidiger aus dem Bernbiet, Wenger Kilian (König 2010, Frauenfeld), seinen zweiten Gang gegen den Innerschweizer Koch Martin verlor. – Von den 278 am Samstag angetretenen Schwingern, bleiben für den Sonntag noch 200 im Rennen. Alle, die am ersten Tag unter 35,75 Punkten liegen, müssen am Sonntag zuschauen.
Steinstossen: Michel auf Kurs
In Burgdorf fand am ESAF-Samstag Steinstossen in drei Klassen statt (83,5-Kilo-Unspunnen-, 40- und 20-Kilostein). Die fünf Besten aus der Quali-Runde mit dem Unspunnen-Ungetüm, tragen am Sonntag in der Schwingarena den Final aus (14.30 bis 15.00 Uhr). Im Steinstossen sind Turner auf den Podestplätzen prominent vertreten. Der TV-Interlaken-Präsident Peter Michel führt die Unspunnenstein-Zwischenrangliste mit 3,85 Metern klar an. Der Final vom Sonntag wird spannend.
Lukas Jost (STV Wangen SZ, 4,51 m) siegte in der 40-Kiloklasse und Simon Reumer (Laachen, 8,65 m) dominierte mit dem 20-Kilobrocken. Insgesamt verfolgten in der Emmental-Arena (52013 Sitzplätze) und im Umgelände 145000 Zuschauer/-innen die bodenständige Sportkost vom Samstag.
Alle Infos zum ESAF: www.burgdorf2013.ch
Text: Peter Friedli