Zehn der 16 Olympiateilnehmer waren in Savognin fünf Wochen vor Athen am Start, bei den Frauen reisten gar 13 der 16 für Olympia selektionierten Turnerinnen ins Bündnerland. Bei den Männern qualifizierten sich nur gerade drei Athen-Starter für den Final der besten Acht, darunter der Waadtländer Ludovic Martin (21) als Sechster. Im Final hatte er beim ersten Sprung Schwierigkeiten, aber wie ein Routinier änderte er seine Übung ab und erzielte dennoch in der Schwierigkeit 15,20 Punkte. In der Qualifikation hatte er mit seiner Olympiaübung 15,80 Punkte geturnt, womit er zur Weltspitze aufgeschlossen hatte.
Michel Bollet, Martins Trainingskamerad, der seit zwei Wochen in der Rekrutenschule steckt, erzielte einen feinen zwölften Platz im 34-köpfigen Feld. Im nichtolympischen Synchron erreichten die beiden Waadtländer, letztes Jahr WM-Vierte und Mitte Juni EM-Zweite, den vierten Rang.
Bei den Männern dominierten sowohl im Einzel als auch im Synchron die Turner der ehemaligen Sowjetunion. Europameister Yuri Nikitin (Ukr) bestätigte seine gute Form und erzielte sowohl in der Qualifikation als auch im Final die höchste Note vor Nikolai Kazak (WRuss), beide auch in Athen Gegner von Ludovic Martin. Dahinter folgten zwei 20-jährige Japaner, die in Athen wegen schwachen Resultaten an der WM 2003 nicht dabei sein werden.
Bei den Frauen gab es einen kanadischen Doppelsieg, weil sich die Favoritin Irina Karawajewa, im Juni Europameisterin, ihre Übung nur mit grossen Schwierigkeiten zu Ende brachte und deshalb tiefe Haltungsnoten erhielt.
Der Brite Paul Noblett war bei den Junioren (bis 17 Jahre) eine Klasse für sich. Erfreulich der zweite Platz von Nicolas Schori, auch er ein Waadtländer und ein Versprechen für die Zukunft. Zusammen mit Loic Shir wurde er zudem Dritter im Synchron.
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