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Leichtathletik: Schweizer Meisterschaften der Aktiven – die LA-Experten irrten nicht

Peter Friedli, GYMlive

Die Schweizer Leichtathletik-Meisterschaften 2011 vom Freitag/Samstag, 5./6. August im Stadion Schützenmatte von Basel sind vorbei, sind Geschichte. Der Höhepunkt im nationalen LA-Terminkalender hielt, was er versprach: gute Leistungen der nationalen LA-Zunft. Die LA-Experten hatten recht: STV-Turnerinnen und -Turner holten diverses Edelmetall.

In dreieinviertel Stunden fanden am zweiten Tag der Schweizer Leichtathletik-Meisterschaften von Basel, am Samstag, die 25 fehlenden Entscheidungen statt. Nach den Vorläufen und Halbfinals vom Freitag, ging es am Samstag in 16 Laufwettbewerben und 9 technischen Disziplinen um die SM-Würste, respektive um die Gold-, Silber- und Bronzemedaillen in den entsprechenden Sparten: Leichtathletik in komprimierter Form. Wer als Zuschauer/-in auf der Höhe des Geschehens sein wollte, durfte die SM-Bratwurst erst nach dem letzten, dem 200-m-Final essen, sonst war es nicht ganz einfach, den Faden wieder zu finden. Viele STV-Turnvereine dürfen sich ans organisieren von SM-Medaillenfeiern machen, ihre Turner/-innen sammelten in Basel Edelmetall in allen Farben.

Die Zwölf vor dem Komma und «Unglaublich, einfach unglaublich …»
Lisa Urech (SK Langnau, «Vor dem Komma musste nach den 13,07 Sekunden im Vorlauf, heute einfach eine Zwölf stehen») zeigte im 100-m-Hürdenfinal mit 12,89 Sekunden das erwartete und international gesehen wohl stärkste SM-Resultat. An einer SM in der Schweiz über die Hürden zu laufen, sei natürlich schon etwas anderes als in Rom oder bei «Weltklasse Zürich», alles halt etwas beschaulicher, meinte die Titelverteidigerin aus dem Emmental. Hürdensilber sicherte sich übrigens Marlen Affentranger (13,67) vom STV Willisau.
«Unglaublich, einfach unglaublich – dreimal persönliche Bestleistung gestossen und obendrauf ein SM-Titel. Als Führender der Saisonbestenliste mit 15,45 Meter, war heute das Ziel ‹Kugelgold›», äusserte sich Lukas Jost, der Modellathlet vom STV Wangen SZ, unmittelbar nach seinem letzten Stoss. Die Siegweite von 15,80 Metern gelang Jost bereits im ersten Stoss. «Die Unterstützung der Turnkameraden war genial und hat motivierend gewirkt. Jetzt noch der Diskus dann die Disco», meinte der Schwyzer ganz motiviert, der sich etwas über eine Stunde später mit 51,90 Metern (ebenfalls neue PB, bisher 50,72 m) auch den Diskustitel sichern konnte: einziger Doppelmeister 2011.

 

 

Edelmetallsammlerin und Titelverteidiger
Einen ganzen Edelmetall-Satz holte sich am Rheinknie die STV-Lütisburg-Turnerin Elisabeth Graf: Diskusgold mit 47,24 m, Hochsprungsilber mit übersprungenen 1,82 m (neue PB) und Kugelbronze mit 14,04 m.
Mario Bächtiger (STV Eschenbach SG) holte sich vor einem Jahr in Lugano 800-m-SM-Gold in 1:53,35 Minuten. Bächtiger trat in Basel als souveräner Titelverteidiger auf, auch wenn er im Vorlauf (1:53,47), nachdem er eingeklemmt wurde, eine heikle Situation zu überstehen hatte. Im Final (1:51,35) war er der Chef im Feld und liess nichts anbrennen. «Wenn es brenzlig wurde, verschärfte ich sofort das Tempo. 250 Meter vor dem Ziel setzte ich zu und konnte durchziehen. Die Freude ist riesig. Einen Titel zu verteidigen ist nie einfach», so die Kurzbilanz des erfolgreichen Mittelstrecklers aus der Ostschweiz.

Jetzt an die WM
STV-Athletinnen und -Athleten haben an der SM 2011 einmal mehr bewiesen, dass in den Turnvereinen qualitativ gute Arbeit im Leichtathletikbereich geleistet wird, die sich auch an einer SM auszeichnet. Nach der Meisterschaft haben die WM-qualifizierten Sportler/-innen nun etwas Zeit, sich konzentriert auf die Leichtathletik-Weltmeisterschaften von Daegu (Skor/27. August bis 4. September 2011) vorzubereiten. Dies geschieht mehrheitlich gemäss den individuellen Trainingsplanungen und den unmittelbaren WM-Vorbereitungen der Athleten.

Text: Peter Friedli


Weitere Infos und Resultate: www.swissathletics.ch

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