Die Erwartungen an Noemi Zbären waren extrem hoch. Erstens weil sie zu diesem Wettkampf als Weltbeste antrat und zweitens weil sie die ersten beiden Läufe an dieser EM derart dominiert hatte. «Ich hatte am meisten von mir selbst erwartet», berichtet Zbären angesprochen auf den Druck, der auf ihr lastete. Deshalb sei ihr auch ein grosser Stein vom Herzen gefallen, als sie als Erste über die Ziellinie gelaufen sei.
Zbären besiegte den Druck auf eindrückliche Art und Weise: Gold und in 13,17 nicht weniger als 17 Hundertstel Vorsprung auf die Zweitplatzierte. «Die Zeit war jedoch sekundär. Es zählte nur die Goldmedaille.» Entsprechend dosiert sei sie im Hürdenwald mit dem Risiko umgegangen.
Die Goldmedaille ist ein historischer Erfolg für die Schweiz. Nur Meta Antenen war im Jahre 1966 ebenfalls Europameisterin in der U20-Kategorie. Damals über 80 m Hürden und im Fünfkampf. Zudem war Anita Weyermann 1994 (1500 m) und 1996 (3000 m) zweimal U20-Weltmeisterin. Dieser illustren Liste fügte sich in Rieti nun Noemi Zbären hinzu.
Text: Swiss Athletics
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