News

Leichtathletik: Eine Medaille an der Heim-EM

Peter Friedli, GYMlive

Noch zwei Tage, dann startet im Letzigrund-Stadion von Zürich die LA-EM: Am Samstag, 9. August 2014 stellte «Swiss Athletics» in Zürich das Schweizer Team für die Heim-Europameisterschaften vom 12. bis 17. August vor. Zwischen dem kommenden Dienstag und Sonntag stehen 53 CH-Athletinnen und -Athleten – 27 Frauen und 26 Männer – im Einsatz. Ziel des Leichtathletikverbandes sind mindestens eine Medaille und sechs Top-8-Klassierungen.

53 Gesichter voller Vorfreude und Anspannung. 53 Athletinnen und Athleten im EM-Fieber (Staff: rund 30 Personen, Delegationsleitung, Trainer, Medical Team, Kommunikation). Im Bann eines sportlichen Grossanlasses, der für jede und jeden zum einmaligen Erlebnis werden soll: Leichtathletik-Heim-EM – endlich! Jahrelang hat sich die Elite der Schweizer Leichtathletik auf den grossen, kontinentalen Höhepunkt vorbereitet. Die Arbeit hat Früchte getragen: 27 Frauen, 26 Männer – so gross war eine Schweizer EM-Delegation noch nie (Barcelona 2010/22 Sportler/-innen; Helsinki 2012/27).

«Zeigen, was sie können»
Das Rekordaufgebot wurde in Zürich im «House of Switzerland» und in den Pavillons auf dem genial möblierten Sechseläutenplatz den Medien und der Öffentlichkeit präsentiert. Swiss-Athletics-Präsident Hansruedi Müller sprach von einem magischen Moment. «Jetzt gilt es zu liefern, zu zeigen, was wir können», so Müller. Ab dem kommenden Dienstag sollen die Früchte geerntet werden. «Wir wollen mindestens eine Medaille, sechs Top-8- und weitere acht Top-16-Klassierungen», meinte Peter Haas, Chef Leistungssport im Leichtathletikverband. Dass die Ansprüche zu Recht hoch sind, zeigt ein Blick auf die Meldeliste. Hier sticht Marathon-Mann Tadesse Abraham als europäische Nummer 1 in seiner Disziplin heraus. – Von A wie Abraham bis Z wie Züblin (Linda, Siebenkämpferin) gilt: Die Schweizer/-innen sind bereit für Zürich 2014.

Stimmen …
«Die Stimmung bei mir könnte nicht besser sein, heute ist mein ganz persönlicher EM-Startschuss. Der grösste Fehler wäre es, wenn ich mir jetzt selber Druck aufsetzten würde. Als Mehrkämpferin bin ich mir bewusst, dass es der Siebenkampf des Lebens werden kann. Es ist aber auch möglich, dass ich bereits bei der ersten Disziplin stolpere und alles ist vorbei – so ist das halt. Und noch etwas: Zürich wird sicher nicht mein letzter Siebenkampf sein (lacht herzhaft)», so die Turnfestsiegerin vom ETF 2013 in Biel/Bienne, Linda Züblin (LAR Bischofzell).

«Es stört mich überhaupt nicht, dass in den Medien mehrheitlich von Viktor Röthlin und Tadesse Abraham geschrieben wird und die beiden im Fokus stehen. Ich bin einfach stolz, Teil von diesem tollen EM-Marathon-Team sein zu dürfen. Dass im Land allgemein über den Marathonlauf gesprochen wird, ist natürlich positiv. Das erste Mal lief ich an der 10-Kilometer-SM in Lyss, 2011, gegen Viktor. – Er gewann, ich holte Silber», äusserte sich der motivierte TV-Oerlikon-Läufer Christian Kreienbühl (Marathon-PB: 2:15:35).

Wie ist die EM-Vorfeld-Stimmung beim Meister, beim amtierenden Marathon-Europameister (Barcelona 2010) und Schweizer Rekordhalter Viktor Röthlin (STV Alpnach, 2:07:23): «Mit der EM 2014 hier in Zürich wird mir die unglaubliche Möglichkeit geboten, mein letztes grosses Rennen im eigenen Land, vor meinen Anhängern und ‹Fäns›, zu bestreiten. Ich habe viele Wettkämpfe bestritten, das letzte Rennen bleibt auf jeden Fall in Erinnerung. Ich freue mich extrem darauf», so Röthlin in Zürich.

Text: PD/Peter Friedli

Weitere EM-Infos: www.swissathletics.ch und/oder www.zuerich2014.ch.
 

Sponsoren

Sponsoren

Platin Partner

Gold Partner

Silver Partner

Bronze Partner