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Länderkampf Dietikon: Formkurve der Schweizer Kunstturner stimmt

Dietikon war am Samstag eine wichtige Station der Schweizer Kunstturner auf dem Weg an die Europameisterschaften in Birmingham. Niki Böschenstein, Roman Gisi, Mark Ramseier, Lucas Fischer und Kimon Wegmann massen sich mit Grossbritannien und Weissrussland.

Die Schweizer Kunstturner sind mitten im Endspurt auf die Europameisterschaften, die am 21. April 2010 beginnen. Weissrussland und England waren am Samstagabend die starken Gegner der Schweiz. Zwei Turner bestritten ihren ersten Länderkampf mit der Nationalmannschaft, Kimon Wegmann (TV Henggart) und Lucas Fischer (STV Lenzburg). Der Aargauer Lucas Fischer hat nach seiner schweren Fussverletzung über ein Jahr keine Wettkämpfe geturnt. Nun ist er zurück. Der 19-jährige hat den Sprung in die Nationalmannschaft geschafft, hat im Rahmen der EM-Qualifikation erstmals wieder Wettkämpfe bestritten und sich auf Anhieb für das EM-Team empfohlen. „Der heutige Länderkampf ist ein letzter grosser Test vor der EM. Das ist eine wichtige Standortbestimmung für uns,“ erklärt Fischer. „An der EM werde ich wie heute am Reck und am Barren turnen. Vielleicht zusätzlich noch Pferdpauschen.“ Kimon Wegmann bekam von Nationaltrainer Bernhard Fluck die Chance Erfahrungen zu sammeln. An der EM wird Claudio Capelli, der diesen Samstag am Weltcup in Paris turnte das Team ergänzen.

Laut wurde es in der Stadthalle in Dietikon erstmals bei der Vorstellung der Turner: Beim Schweizer Team selbstverständlich, grosser Applaus aber auch beim Briten Daniel Keatings. Keatings ist Mehrkampf-Vizeweltmeister. Die Briten gingen als Favoriten an den Start. Am ersten Gerät, dem Boden, zeigten sie ihre Klasse. Beeindruckend hohe Salti entzückten das Publikum. Die Unterlage schien die Engländer ein gutes Stück höher zu spicken als ihre Gegner. Sie nahmen den Schweizern hier knapp zwei Punkte ab. Mit dem Heimvorteil an der EM gilt das junge Team als Medaillenkandidat. Warum mit ihnen zu rechnen sein wird, haben sie den vielen Zuschauern an diesem Abend gezeigt. Sie gewannen, knapp zwei Punkte vor Weissrussland.

Höchstnoten für Lucas Fischer
Die Schweizer nahmen den Wettkampf am Barren in Angriff. Der Jüngste war der stärkste. Lucas Fischer zeigte die schwierigste Übung der Mannschaft mit der höchsten Schwierigkeitsnote. Der Katchev zum Hang, die Salti über den Holmen und der Abgang gelangen ihm bestechend sicher. So empfiehlt man sich für das EM-Team. Apropos Team: Es war eine Freude zu sehen, wie sich die Schweizer Turner um Captain Mark Ramseier gegenseitig anfeuerten und unterstützen. Lucas Fischers Einstand in der Nationalmannschaft gelang ihm auch am Reck, dem zweiten Gerät, ausgezeichnet. Er schraubte hoch über der Reckstange (Winkler und Deff), nur nach dem Abgang musste er einen Ausfallschritt machen. An beiden seiner Geräte gab es die höchste Note für den Team-Youngster.

„Wir haben unser Ziel 260 Punkte knapp verpasst (259,70), wobei vor allem die Stürze am Pferd ins Gewicht fielen“, so Nationaltrainer Bernhard Fluck. „Ich kann aber zufrieden feststellen, dass unsere Formkurve steigt, bis zur Abreise am Samstag gilt es vor allem den Stand der Landungen an allen Geräten zu verbessern“

Text: Martin Arnold / Renate Ried, Medienchefin STV

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