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Kunstturner in Rheineck: Deutschland gewann dank guter Stabilität

Esther Meier

Weil die deutschen Kunstturner gesamthaft weniger Fehler begingen als die rumänischen und die Schweizer, gewannen sie in Rheineck einen Dreiländerkampf mit 1,10 Punkten Vorsprung auf Rumänien. Schweiz 1 vergab den möglichen Sieg mit einer schwachen Leistung am Pferd.

Die Rumänen, Mannschafts-Europameister 2002 und 2004, lieferten am Reck, ihrer dritten Disziplin, die wohl schwächste Leistung der letzten fünf Jahre ab: 32,05 Punkte für vier Turner, ein Achterschnitt! Dieser Rückschlag liess sich trotz einigen Topleistungen nicht mehr wettmachen. Sie zeigten am Pferd, beim Sprung und am Barren, dass sie an den Weltmeisterschaften von Ende November an mehreren Geräten bei der Medaillenvergabe mitreden werden.

Die ersatzgeschwächten Deutschen turnten relativ stabil, vor allem Einzelsieger Eugen Spiridonov. Fabian Hambüchen stürzte als Reck-Europameister ausgerechnet an seinem Spezialgerät, gewann jedoch danach den speziell ausgeschriebenen Final in dieser Disziplin vor Christoph Schärer.

Nach drei Durchgängen, allerdings in unterschiedlichen Disziplinen erzielt, lag überraschend Schweiz 2 vor Schweiz 1 in Führung. Danach „tauchten“ einige Turner, vor allem Niki Böschenstein am Pferd (7,55), der vorher noch im Spitzenfeld lag. Deshalb war Flavio Fanconi dank keinem einzigen Einbruch bester Schweizer. Nicht auf seine Normalleistung kam auch Roman Gisi, dem der Yurtschenko-Sprung (7,95), normalerweise 9,20 oder mehr wert, völlig misslang.

Patrick Dominguez zeigte bei seinem zweiten Sprung sowie bei der Finalkür am Boden (9,40), was in ihm steckt. Er wird zusammen mit Christoph Schärer (9,625 und 9,675 am Reck) an der WM am ehesten in die Weltklasse vordringen können.

Resultate

Erwin Hänggi, Medienverantwortlicher Kunstturnen STV

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