Giulia Steingruber musste nach ihrem Einsatz von gestern und am heutigen Tag um den Einzug in den Sprungfinal der besten Acht bangen. Denn es folgten noch starke Turnerinnen aus Amerika, China und Rumänien. Aber auch Nordkorea, Indien und England waren Konkurrentinnen, die man nicht ausser Acht lassen durfte. Doch die Jordanov-Steingruber-Taktik ging wieder einmal auf. Mit Rang 8 springt Steingruber am Samstag im Final der Sprungelite mit, jedoch mit geringen Chancen auf ein Edelmetall.
Trotz der ungewohnt tiefen Punktzahl (54,966 Punkte) im Vierkampf, die mehrheitlich aus den zwei Stürzen am Boden resultierte, war Steingrubers Finalteilnahme im Mehrkampf nie in Gefahr. «Ich hoffe, ich erhalte die Chance, um zeigen zu können, dass ich es besser kann», sagte Steingruber besorgt. Mit Platz 18 bekommt Steingruber am kommenden Freitag die gewünschte zweite Chance.
Keine zweite Chance für Käslin
Die 17-jährige Käslin verpasste im Vergleich zu den Weltmeisterschaften in Antwerpen (Be) den Mehrkampf-Final-Einzug in Nanning deutlich. «Ich bin enttäuscht, es war einfach nicht mein Tag», fasste Käslin zusammen. Mit einem Sturz am Balken, zwei am Stufenbarren erreichte Käslin mit einer Gesamtwertung von 50,616 Punkten Rang 84 (53,131 Punkte, Mehrkampf-Qualifikation Antwerpen) – nicht nationenbereinigt.
Text: Chantal Weinmann