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Kunstturnen: Ziel fit für die Weltmeisterschaften

Renate Ried

Mit dem Ziel fit für die Weltmeisterschaften vom 16.-24. Oktober 2010 in Rotterdam zu sein mussten sich mehrerer Schweizer Kunsturnerinnen und Kunstturner medizinisch behandeln lassen.


Auf den ersten Blick scheint die Zahl der verletzten Athleten hoch zu sein. Doch der Zeitpunkt kurz nach den Europameisterschaften wurde bewusst gewählt, so dass die Turner und Turnerinnen genügend Zeit für die Rehabilitation und Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften haben. Wehrmutstropfen ist allerdings, dass sie die Schweizer Kunstturntage vom 19./20. Juni in Rheineck verpassen werden.

Niki Böschenstein (25, Würenlos) spricht gut auf die Stosswellentherapie seiner schmerzhaften Achillessehne an und wird bald wieder an allen Geräten trainieren können.

Mitte Mai wurde Lucas Fischer (19, Möriken) am Fuss operiert. Die Bänderrekonstruktion am Sprunggelenk konnte erfolgreich durchgeführt werden. Nach der ersten Ruhephase wird Lucas Fischer, wie alle Turner und Turnerinnen in der Rehabilitation eng betreut durch das Swiss Olympic Medical Center in Magglingen.

Anfangs Woche unterzog sich Nils Haller (20, Biel) einer Kniescheibenoperation, welche ebenfalls soweit gut verlaufen ist.

Langwieriger ist leider die Verletzung von Yasmin Zimmermann (17, Seftigen). Ihre alte Fussverletzung, die bisher konservativ behandelt wurde (Gips), ist in der Vorbereitungsphase der Europameisterschaften wieder ausgebrochen. So dass einerseits auf den Start an der EM verzichtet wurde und nun Ende Mai die Stressfraktur im Mittelfuss operativ verschraubt wurde.

Um kein Risiko einer langwierigen Verletzung einzugehen wird auch die erfolgreiche EM-Starterin 2010 Giulia Steingruber (16, Gossau SG) ihre Überlastung des Fusses ausheilen lassen und vorderhand keine Wettkämpfe bestreiten.

Die Belastungen im Kunstturnen sind hoch und der Schweizerische Turnverband ist sich dieser Tatsache bewusst und arbeitet daher sehr eng mit dem Swiss Olympic Medical Center in Magglingen zusammen. Kritisch zu bemerken gilt, dass seit 2005 in jedem Jahr eine Welt- und Europameisterschaft stattfindet. Diese Grossanlässe im Halbjahresrhythmus verkürzen die Ruhephasen und Regenerationszeiten.

Renate Ried, Medienchefin STV

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