Lehmann gewann Mehrkampf- und Ringe-Gold an den Weltmeisterschaften 1950 in Basel, nachdem er an den Olympischen Spielen 1948 in London gleich dreimal Silber errungen hatte (Mannschaft, Mehrkampf und Reck). Auf nationaler Ebene gewann er die Eidgenössischen Kunstturnertagen (1942 und 1945) und das Eidgenössische Turnfest 1947 in Bern. 1951 wurde er in Zürich Schweizer Meister (damals noch Gerätemeisterschaft genannt). Dies alles gegen Konkurrenten wie Michael Reusch, Sepp Stalder, Jack Günthard usw.
Nach seiner Aktivkarriere war Walter Lehmann im Eidgenössischen Kunstturnerverband (EKV) jahrelang verantwortlich für die Durchführung der Schweizer Meisterschaften und ein international anerkannter, versierter und vor allem unbestechlicher, hart durchgreifender Kampfrichter, was ihm vom internationalen Verband FIG mehrmals ehrenvolle Berufungen als Oberkampfrichter eintrug.
Text: Alexandra Herzog
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Kunstturnen: Walter Lehmann ist 98-jährig verstorben
Walter Lehmann (Richterswil), einer der erfolgreichsten Kunstturner der Nachkriegszeit, verstarb am 23. September 2017 im Alter von 98 Jahren.