Körperlich angeschlagen reiste Ariella Kaeslin im April 2011 an die Europameisterschaften in Berlin (De). Trotz reduzierten Kräften zeigte die Luzernerin eine Top-Leistung: Bronzemedaille am Sprung sowie zwei Diplome (5. Balken, 8. Mehrkampf). Grossartig, was Ariella Kaeslin geleistet hat. An der körperlichen Erschöpfung leidet die Sportlerin des Jahres 2010 aber immer noch.
Die zweite Saisonhälfte 2011 wird für das Schweizer Kunstturnen entscheidend sein. An den Weltmeisterschaften vom kommenden Oktober werden die ersten Startplätze für die Olympischen Spiele 2012 vergeben. Für Ariella Kaeslin und die Schweizer Mannschaft ist es wichtig, dass die Luzernerin erholt und bei Kräften in die Herbstsaison 2011 starten kann.
Nach über zehn Jahren Training im STV-Verbandszentrum in Magglingen nimmt sich Ariella Kaeslin bis zu den Sommerferien eine Auszeit. Eine Auszeit im Sinne eines Tapetenwechsels, einer aktiven Regeneration. Ariella Kaeslin wird jeweils nachmittags in der «Swiss Olympic Sport Medical Base» in Luzern trainieren. Morgens trainiert sie in den Regionalen Leistungszentren (RLZ) Luzern in Littau (Sprung) oder im RLZ Aargau in Niederlenz (restliche Geräte). Die Trainingsplanung: Physiotherapie, Fitnesstraining und das Training an den Geräten erfolgt in Übereinstimmung mit dem «Swiss Olympic Medical Team» in Magglingen und dem Cheftrainer Zoltan Jordanov.
Renate Ried
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