Das Schweizer U15-Kunstturn-Nationalkader um das Trainer/-innen-Trio Nicolas Gitteau, Natalia Mikhailova und Renato Gojkovic, startet in Frankreich mit den Kunstturnerinnen Rebekka Schuster, Fabienne Studer, Livia Schmid, Lynn Genhart und Thea Brogli gegen starke Gegnerinnen aus Frankreich und Grossbritannien. Bei den rund 50 Zuschauenden in der grossen Halle wollte einfach keine richtige Stimmung aufkommen.
Mehr und weniger Stürze
Da die CH-Turnerinnen nur zu fünft anreisten, war die Aufgabe in Arques nicht einfach. Zudem konnte Thea Brogli (Verletzung) nur am Barren (12,35) eingesetzt werden. Der Ländervergleich startete für die Schweizerinnen am Schwebebalken. Nach einer zehnmonatigen, verletzungsbedingten Wettkampfpause, musste Genhart als erste ran – drei Stürze. Es folgten die sturzfreien Schuster und Schmid. Studer kam ebenfalls nicht ohne zu fallen durch. Insgesamt resultierte so das tiefste Gerätetotal (37,75).
Am Boden mussten die Schweizerinnen erneut als erste ran, dies war kein Nachteil. Schmid stach mit einem einwandfreien Doppeltwist mit halber Schraube heraus. Die 40,55 Sprungzähler waren der höchste Gerätewert für die CH-Turnerinnen an diesem Tag. Zudem lieferte Livia Schmid mit 14,10 Punkten die zweithöchste Tagesnote ab (Höchstnote: Mélanie de Jesus dos Santos, Sprung 14,25). Der Stufenbarren-Abschluss verlief aus Schweizerinnen-Sicht solide. Hier durfte nun auch noch Thea Brogli ran. Die Tessinerin musste sich für ihren Einsatz rund zwei Stunden lang warm halten.
Freude über Einzelsieg
Auch wenn das Schlusstotal der Frauschaft lediglich für den letzten Platz reichte, etwas zu feiern hatten die weissroten Nachwuchsturnerinnen trotzdem: Den Sieg in der Einzelwertung von Livia Schmid (54,30) mit einem soliden Vorsprung auf die Französin Juliette Bossu (53,45). «Die Schweizerinnen haben sich gut geschlagen. Sie traten souverän auf. Ein Nachteil war sicher, dass wir nur zu fünft waren. Livia Schmid zeigte eine solide Einzelleistung, die ihr zum Sieg in der Einzelwertung verhalf», bilanziert Stéphanie Saxer, die Delegationsleiterin, den U15-Länderkampf-Einsatz in Frankreich.
Adapt: fri.