Die Teilnahme am Mannschaftsfinal und damit der Gewinn eines Olympisches Diplom, war das grosse gemeinsame Ziel gewesen. Nach dem sechsten Rang an den Weltmeisterschaften in Glasgow und dem Gewinn von Bronze an der EM in Bern schien dies ein realistisches Unterfangen zu sein. Doch fünf Stürze und weitere Patzer waren dann doch etwas gar viel, um sich unter den besten acht Nationen platzieren zu können.
Nach einem guten Start an den Ringen musste das Schweizer Team am Sprung einen ersten Sturz durch Pablo Brägger in Kauf nehmen. Glücklicherweise kam dieser aber als Streichresultat nicht in die Wertung. Am Barren und am Reck mussten die Schweizer aber jeweils gleich mehrere Patzer verkraften und fielen im Klassement immer weiter zurück. Mit einer starken Teamleistung am Boden weckte das Schweizer Quintett nochmals Hoffnung. Mit einer nahezu perfekten Leistung am Pferdpauschen wäre der achte Schlussrang doch noch möglich gewesen. Doch auch an diesem Gerät lief nicht alles nach Wunsch. Oliver Hegi als Schlussturner musste das Gerät verlassen und somit war das Schicksal rsp. der neunte Schlussrang besiegelt.
2 Plätze im Mehrkampffinal, Reckfinal knapp verpasst
Pablo Brägger und Eddy Yusof werden im Mehrkampffinal vom 11. August 2016 nochmals die Chance haben, sich mit den besten Turnern der Welt zu messen. Die beiden konnten sich mit Rang 21 und 25 für den Final der besten 24 Mehrkämpfer qualifizieren (maximal zwei Turner pro Nation dürfen im Final starten). Brägger fehlten zudem nur 0.016 Punkte für den Einzug in den Reckfinal. Als Neunter an diesem Gerät ist er nun erster Reserveturner.
Text: Thomas Greutmann