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Kunstturnen: Spannende EM-Turnstunden 2016 in Bern

Peter Friedli, GYMlive

Vom Mittwoch, 25. Mai bis am Sonntag, 5. Juni 2016 werden in der «Postfinance Arena» von Bern die 32. Europameisterschaften im Kunstturnen (EM, Turner/-innen und Junioren/Juniorinnen) stattfinden. Nach einem Startanlass im Januar 2015, informierten die EM-Verantwortlichen im «Haus des Sports» von Ittigen b. Bern erstmals an einer Pressekonferenz über den aktuellen Stand der Dinge.

Noch 452 Tage, dann geht es los in der Postfinance-Arena von Bern. Dort, wo aktuell die Schlittschuhklub-Bern-Spieler die Pucks an die Bande und ins Tor ihrer «Playoff»-Gegner aus Lausanne dreschen oder an der grossen Berner Frühlingsausstellung (BEA) Möbel und Haushaltmaschinen zu kaufen sind, werden im Mai/Juni 2016 Barren, Pauschenpferd, Schwebebalken und Sprünge über den Sprungtisch im Mittelpunkt des Interesses stehen: Die stärksten europäischen Turner/-innen aus rund 40 Nationen werden ihre Europameister an den 32. Meisterschaften der Europäischen Turnunion (UEG) küren.

Schweizer EM-Medaillen
«Die EM 2016 in Bern wird der letzte grosse Test vor den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro sein. Diese wichtige Standortbestimmung werden sich die besten Kunstturnerinnen und -turner Europas nicht nehmen lassen. Sie werden in unserer Bundeshauptstadt dabei sein und schauen wollen, wie sie in Bezug auf die Konkurrenz stehen. Weil die EM so kurz vor Olympia in Brasilien stattfindet, wird diese auch in den anderen grossen Turnkontinenten aufmerksam verfolgt werden», meinte Ruedi Hediger (Rupperswil, UEG-Vizepräsident und Geschäftsführer STV) zu den anwesenden Medienvertretern.

Hediger weiter: «Wir von der UEG hoffen natürlich auf eine volle Turnarena in Bern. Für den STV ist es eine grosse Ehre, dass die EM in der Schweiz stattfinden kann. Wir, zusammen mit dem OK, wollen für unsere Athletinnen und Athleten beste Voraussetzungen schaffen, um EM-Medaillen bei den Junioren und Aktiven zu gewinnen.» Dank Unterstützung vom Bundesamt für Sport (BASPO) und Swiss Olympic soll der kontinentale Sportanlass Turnwerbung gegen innen und aussen machen. «Der STV will ein guter Gastgeber sein», so Heidiger abschliessend.

6,5-Millionen-Budget
Die letzten Kunstturn-Europameisterschaften in Bern fanden übrigens 1975, ebenfalls schon in der Eishalle statt. Weitere EMs in der Schweiz gingen 1990 und 2008 in Lausanne über die Bühne. Hinter der Heim-EM 2016 steht der Schweizerische Turnverband, der vor drei Jahren die Organisation nach Bern vergeben hat. Dort sorgen seither regionale Fachverbände und Turnvereine unter dem OK-Präsidenten Heinz Müller (Säriswil) für die EM-Organisation. Die Fäden laufen auf der EM-Geschäftsstelle im «Haus des Sports» in Ittigen zusammen. Geschäftsführerin ist Lisa Worthmann («Das EM-Budget bewegt sich bei 6,5 Millionen Franken. Ziel ist eine ausgeglichene Rechnung, wir erwarten 20000 Zuschauende»), die aus ihrer Tätigkeit für den internationalen Turnverband (FIG) den Kunstturnbereich gut kennt.

«Seit der Eröffnung der EM-Geschäftsstelle wurde viel gearbeitet. Es läuft gut. Die Verhandlungen mit der öffentlichen Hand sind erledigt. Wir haben nicht ganz das erreicht, was wir uns vorgestellt haben. Jetzt müssen wir bei der Vermarktung, im Sponsoringbereich und beim Eintrittskarten-Verkauf gut arbeiten. Da sind Gespräche nötig», so OK-Präsident Müller. In der Postfinance-Arena stehen nur die Sitzplätze zur Verfügung.

Schon wieder Bern
Mit der EM im Kunstturnen wird Bern im nächsten Jahr einmal mehr zur Gastgeberstadt für einen internationalen Sportanlass. Nach der Fussball-EM 2008, der Eishockey-WM 2009, der Eiskunstlauf-EM 2011 sowie der Mountainbike- und Trial-EM 2013 steht Bern 2016 wieder im internationalen Sportfokus.

«Weil sich Bern der Wichtigkeit solcher Sportanlässe bewusst ist, unterstützt die Stadt die Turn-EM mit 300000 Franken. Ich war nicht der Superturner, die gezeigte Kraft und Athletik der Turnenden hat mich aber schon immer fasziniert», äusserte sich der am Medienanlass anwesende Reto Nause (Direktor für Umwelt, Sicherheit und Energie der Stadt Bern). Er freue sich natürlich auch über die rund 16000 Übernachtungen, die durch die kommende EM in Bern generiert würden.

Text: Peter Friedli

EM-Bern-2016-Infos:www.em-bern2016.ch und/oder www.stv-fsg.ch.

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