Ausser am Boden, wo Christian Baumann einen Sturz in Kauf nehmen musste, überzeugte der Aargauer an allen Geräten und sicherte sich so überlegen seinen zweiten Mehrkampfmeistertitel, nachdem er bereits im Vorjahr triumphieren konnte. Seine Überlegenheit zeigte sich vor allem auch darin, dass er sich an fünf Geräten mit der jeweiligen Höchstnote aller Teilnehmer für die Gerätefinals vom Sonntag qualifizierte (Noten zwischen 13,767 Punkten an den Ringen und 14,633 am Reck). Selbst am Boden, wo er stürzte, erturnte er die siebtbeste Wertung - verpasste jedoch knapp die Finalqualifikation.
Silber ging an Benjamin Gischard (TV Herzogenbuchsee; 80,966 Punkte), gefolgt von Christian Kopp (STV Schwarzenbach; 80,267), der den 3. Rang erreichte.
Im P5 siegte Samir Serhani (TV Hegi), der einen souveränen Wettkampf absolvierte und mit einem erwähnenswerten hohen Ausgangswert an den Ringen punktete. Auf Rang 2 folgte ihm der Aargauer Andreas Gribi (TSV Rohrdorf) und Rang 3 erreichte Martino Morosi (US Ascona).
Im P4 siegte Tim Randegger (TV Wädenswil) vor Nando Pallecchi (STV St. Margrethen) und Andrin Frey (TV Steffisburg). Die Spitzenpositionen waren am Schluss des Wettkampfes klar verteilt: Nach dem Siegertrio folgte ein Abstand von über 5 Punkten, was die Stärke der Medaillengewinner und insbesondere von Tim Randegger aufzeigte. Er war es, der dank Bonuselementen die mit Abstand höchsten Schwierigkeitswerte aufwies.
Nach den Mehrkämpfen vom Samstag ging es am Sonntag in den Programmstufen P5 und P6 in den Gerätefinals um weitere Titelehren. Im P5 durfte sich Tobias Stöckli (TV Aeschi) in aller Ehre, da er verletzungsbedingt keine Abgänge turnte, gleich drei Goldmedaillen umhängen lassen (Pferd, Ringe, Reck). Eine Glanzleistung!
Zwei weitere Goldmedaillen erturnte sich der frischgebackene Schweizer Meister Christian Baumann im P6 am Sprung und Barren. Auch Baumanns Juniorenkader-Teamkollege und Vize-Schweizer Meister Benjamin Gischard, erturnte sich Gold am Pferd und an den Ringen.
Text: Chantal Weinmann