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Kunstturnen: Silber für das Schweizer Junioren-Team in Cottbus

ahv

Das Schweizer Junioren-Kunstturnteam konnte sich am U16 Länderkampf De-Fr-Gb-Sz vom 29. November 2014 in Cottbus (De) hinter den weitaus überlegenen Briten die Silbermedaille sichern.

Die Schweizer mit Andreas Gribi, Moreno Kratter, Henji Mboyo, Tim Randegger, Samir Serhani und Tobias Stöckli starteten am Pauschenpferd gut und ohne Stürze in den Wettkampf. Doch gegenüber den Briten (max. 6,00) hatten die Schweizer (max. 4,90) zu tiefe Ausgangswerte. Der Abstand kommt hier einer Kluft gleich – 69,850 zu 64,950 Punkte.

An den Ringen war die Schweiz die beste Nation. Mboyo holte hier die höchste Note im Wettkampf der Schweizer – 14,00. Das Gegenteil war am Sprung der Fall. Obwohl ausser Stöckli alle gut durchkamen, war die Schweiz mit enormem Abstand die schlechteste Nation (Ausgangswerte 4,4 und 4,8). Die deutschen Turner zeigten Sprünge mit Werten von 5,6 und 5,2, die Briten sowie die Franzosen  mit 5,2 und 4,8.
Am Barren lief es nicht rund. Serhani stürzte beim Oberarmhang und Mboyo unterlief ein grober Fehler bei der Felge mit halber Drehung. Als Folge, weil er zu wenig Platz hatte, musste er bei jedem weiteren Element zwei Schritte einlegen. Somit verlor er hier schon mehr als 1,5 Punkte. Die anderen Schweizer turnten durch. Andreas Gribi gelang eine sehr gute Übung. Leider bestraften ihn die Kampfrichter zu Unrecht – 13,15.
Am Reck musste Mboyo bei den beiden «Tkachev»-Saltos die Beine und Arme anziehen, um weiter turnen zu können. Dennoch bekam er eine gute Note – 13,55. Andreas Gribi verpasste den «Tkachev» gestreckt und musste beim Abgang, «Tsukahara» gestreckt, die Beine beugen, um auf den Füssen zu landen. Kratter zeigte am Reck die schönste und beste Übung von allen Teilnehmern – 14,15. An diesem Gerät hat er die Möglichkeit in Bern eine EM-Medaille zu gewinnen.
Am Boden turnten alle durch, aber Mboyo und Serhani verpassten beim Japaner-Handstand die verlangte Haltezeit deutlich und verloren gesamthaft bei diesen zwei einfachen Elementen 0,6 Punkte verloren.

«Der zweite Rang war Pflicht, aber wenn wir an den EM in Bern 2016 auf dem Podium stehen möchten, müssen wir unbedingt so schnell wie möglich Ausgangswerte von mindestens 5,2 am Sprung turnen. Schaffen wir das nicht, werden wir nur mit grossen Mühe die gesteckten Ziele erreichen», zieht der Schweizer Nachwuchstrainer Domenico Rossi Bilanz.

Text: Alexandra Herzog-Vetsch

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