Nach den Männern mit dem siebten Rang in der Qualifikation und der erstmaligen Teilnahme am Mannschaftsfinal schafften auch die Turnerinnen die Qualifikation für die WM 2007 in Stuttgart (Qualifikationswettkampf für Olympia 2008). Die Verletzungen von Melanie Marti, Danielle Englert und Linda Stämpfli hatten zur Folge, dass man die Zielsetzungen herunterschraubte und als Minimalziel einen 24. Rang setzte.
Am Wettkampf übertrafen die sechs Schweizerinnen die Erwartungen: 220,075 Punkte und der 17. Platz. „Wir erzielten unser höchstes Resultat, und dies an einer WM“, freute sich Cheftrainer Eric Demay. Dabei musste er beim Bodenturnen, der Startdisziplin, und beim Sprung auf eine Streichnote verzichten. Seit den Weltmeisterschaften 2003 in Anaheim (20. Platz) ist dieser 17. Platz eine klare Steigerung. Er lässt sogar die Hoffnung aufkeimen, an der WM 2007 den 15. Rang anzupeilen, um zwei Olympia-Startplätze zu erringen.
Ariella Kaeslin verpasste beim Sprung als fünftbeste Europäerin und Neunte den Final der besten acht um einen Zehntelpunkt. Mit 58,025 Punkten wurde sie 19., 16. der Qualifikationsrangliste (nur zwei pro Nation startberechtigt). Sie wird also wie Claudio Capelli am Donnerstag im Mehrkampffinal am Schweizer Fernsehen zu sehen sein.
Erwin Hänggi, Medienverantwortlicher Kunstturnen STV
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