Tschechien gehört wie die Schweiz zur europäischen Mittelklasse. An der EM 2004 in –Amsterdam lag die Schweiz (11.) nur gerade 0,4 Punkte vor den Tschechinnen (13.). Die Schweizerinnen gewannen in Brünn drei Gerätewertungen. Nur am Boden waren die Tschechinnen besser.
Ariella Kaeslin (35,80) und Melanie Marti (35,75) konnten mit einem stabilen Vierkampf die eigentlich höher eingeschätzte Jana Sikulova (35,625) auf den dritten Platz verweisen. Erfreulich auch, dass Kaeslin als EM-Vierte im Sprung in ihrer Spezialdisziplin die routinierte, mehrfache EM-Finalistin Jana Komrskova (22-jährig) mit 9,225 gegen 9,200 schlagen konnte. Mit ihrer Weltklasseübung auf dem Balken (Ausgangswert 9,80) erzielte Kaeslin mit 9,40 zudem die absolute Höchstnote des Wettkampfes.
Erwin Hänggi, Medienverantwortlicher Kunstturnen STV
Brünn. Frauen: 1. Schweiz 140,50 (Sprung 36,35, Stufenbarren 35,625, Balken 34,525, Boden 34,00). 2. Tschechien 139,475 (36,025, 34,55, 34,325, 34,575).
Einzel: 1. Ariella Kaeslin (Sz) 35,80 (9,225, 8,875, 9,40, 8,30). 2. Melanie Marti (Sz) 35,75 (9,075, 9,15, 8,875, 8,65). 3. Jana Sikulova (Tsch) 35,625 (8,775, 9,275, 8,475, 9,10). 4. Katerina Maresova (Tsch) 34,475. 5. Adela Pakoukova (Tsch) 34,225. 6. Linda Stämpfli (Sz) 33,925 (8,25, 8,775, 8,05, 8,85). – Ferner 3 Disziplinen: 9. Danielle Englert 25,175. – 2 Disziplinen: 10. Sabina Flückiger 17,25. 12. Joy Studer 16,05.