Mit dem Ziel, fit in die Wettkampfsaison 2011 zu starten, muss Niki Böschenstein schweren Herzens auf die kommenden Wettkämpfe 2010 verzichten. «Es fällt mir nicht leicht, vor allem, da jetzt im Herbst die schönsten Wettkämpfe des Jahres beginnen», so der enttäuschte Niki Böschenstein. Der Aargauer verpasst unter anderem die Weltmeisterschaften, das Turnier Memorial Gander im Tessin sowie den Swiss Cup in Zürich. Bereits wurde entschieden, dass im Rahmen des Paarwettkampfes des Topevents im Zürcher Hallenstadion am 31. Oktober der Berner Claudio Capelli zusammen mit Ariella Kaeslin antreten wird.
Dabei hatte das Jahr 2010 für den Aargauer sehr gut begonnen. An den Europameisterschaften im Kunstturnen wurde er im Ringfinal Siebter und realisierte damit das beste Ergebnis an internationalen Titelkämpfen seiner Karriere. Mit der Mannschaft wurden die Schweizer ausgezeichnete Fünfte. Seit langem kämpft Niki Böschenstein aber mit einer schmerzhaften Achillessehne sowie Schmerzen in der linken Schulter. Um sein grosses Ziel – Teilnahme an den Olympischen Spielen 2012 (OS) – zu erreichen, muss Niki Böschenstein auf seinen Körper hören. Niki Böschenstein und Nationaltrainer Bernhard Fluck arbeiten eng mit dem Swiss Olympic Medical Center in Magglingen zusammen. Physiotherapie, Training, die nötigen Ruhephasen und die Regenerationszeiten sind sorgfältig aufeinander abgestimmt. «Die Aufbauphase verläuft soweit gut, braucht aber leider seine Zeit», weiss Böschenstein, «auch wenn es mir manchmal schwer fällt, geduldig zu sein, weiss ich doch wofür».
Das Jahr 2011 wird für die Schweizer Kunstturner entscheidend sein. Anlässlich der Weltmeisterschaften vom Oktober 2011 in Tokyo werden die ersten Startplätze für die OS 2012 vergeben. Für Niki Böschenstein und die Schweizer Mannschaft ist es wichtig, dass er schmerzfrei in die Saison 2011 starten kann.
Renate Ried, Medienchefin STV