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Kunstturnen: Russland gewinnt den 32. Swiss Cup Zürich

Chantal Weinmann

Nach 14 Jahren sicherte sich das russische Paar Daria Spiridonowa/Nikita Ignatiew die 32. Swiss Cup Zürich-Trophäe und gewinnt vor rund 6200 Zuschauenden das Preisgeld von 30‘000 Dollar. Für Giulia Steingruber/Claudio Capelli (Schweiz I) endete der Sonntagnachmittag mit dem guten vierten Rang.

Nur wenige Wochen nach den Weltmeisterschaften im chinesischen Nanning, hiess es «Showtime» für die zehn Swiss Cup Zürich-Teams. Die eingeladenen Turner und Turnerinnen aus drei Kontinenten zählen zu den Weltbesten ihres Fachs. So reisten Oleg Verniaiev (Ukr), Kenzo Shirai (Jap), Larisa Iordache (Rum) sowie Fabian Hambüchen (De) –  alles aktuelle Europa- und Weltmeisterteilnehmende – nach Zürich, um am höchstdotierten Paar-Wettkampf teilzunehmen.

Den Auftakt, so hat das Los entschieden, machte Schweiz II mit Ilaria Käslin am Balken und Pascal Bucher am Pauschenpferd. Käslin und Bucher sowie das französische Paar Youana Dufournet/Axel Augis konnten sich nicht behaupten und schieden bereits nach der Vorrunde aus.

Eine wahre Nervenprobe wurde der hartumkämpfte Final, in den es auch das Team Schweiz I und Deutschland schafften. Elisabeth Seitz (De) eröffnete die Finalrunde mit einer schönen Stufenbarren-Vorführung, gefolgt von Fabian Hambüchen, der seine Reckübung für den letzten Durchgang aufstockte. Leider verturnte er nach dem gestreckten Katchev seine Übung.

Daria Spiridonowa war als zweite Turnerin im Einsatz. Die EM- und WM-Dritte am Stufenbarren bewies, dass sie dieses Gerät beherrscht. Auch Turnkollege Ignatiew, der mit viel Kraft ein zweites Mal an den Ringen turnte, zeigte Höchstleistung. Steingruber/Capelli waren als drittes Team an der Reihe. Die Ostschweizerin wählte ihr stärkstes Gerät, den Sprung, glitt aber beim Absprung zum Tschussowitina vorne vom Brett ab und landete kamikazenhaft aber dennoch ohne grosse Verletzung «sicher» auf der Matte. Einen zweiten Sprung turnte sie nicht mehr. So waren die Medaillenchancen, auch mit einer noch so schön geturnten Barrenübung von Capelli, vorbei.

Angelina Kysla sowie Barren-Welt- und Europameister Oleg Verniaiev zeigten in der Finalrunde nochmals eine souveräne Leistung. Mit 16,000 Punkten erhielt Verniaiev die Tages-Höchstnote.

Das im Vorfeld als Favoriten gehandelte rumänische Paar konnte seinen letztjährigen Titel nicht verteidigen. Es erreichte nicht einmal den Final. Larisa Iordache trat mit Marius Berbecar an, nachdem sie im vergangenen Jahr an der Seite von Andrej Muntean triumphierte – Fazit: Das Swiss Cup Zürich-Gesamtniveau war sehr hoch, man spürte teilweise aber auch die Müdigkeit der vergangenen Wettkampfsaison.

Text: Chantal Weinmann/pf

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