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Kunstturnen: Rang 15 für Steingruber im WM-Mehrkampffinal

Chantal Weinmann

Am heutigen Mehrkampf-Finaltag der Frauen an den 45. Weltmeisterschaften 2014 in Nanning (China) erreichte Giulia Steingruber den 15. Rang. Mit 60,231 Punkten gewinnt die Titelverteidigerin Simone Biles (USA) erneut den Mehrkampf-Final 2014 vor der Rumänin Larisa Iordache (59,765 Punkte) und ihrer Landsfrau Kyla Ross (58,232 Punkte).

Als vierte Turnerin startete heute Giulia Steingruber schon fast wie gewohnt am Zitterbalken. Bis die Note der vorherigen Turnerin bekannt war, bereitete sich Steingruber vor und richtete das Sprungbrett für den Aufgang zurecht. Der gebückte Salto vorwärts zu Beginn gelang ihr gut. Nach dem Seitwärtssalto dann die erste Unsicherheit, Steingruber konnte sich grad noch vor einem Sturz retten und turnte ruhig weiter. Beim Abgang folgte dann noch ein kleiner Hüpfer, kein ganz perfekter Start, aber ohne Sturz durchgeturnt. Zwölfter Zwischenrang für Steingruber nach dem ersten Gerät.

Vom Balken marschierte dann die Gruppe zum Boden. Wieder musste sich Steingruber lange gedulden bis die Note von Marta Pihankulesza (Pol) bekannt war. Was zum ruhig bleiben nicht gerade förderlich ist. Auch am Boden kämpfte sich Steingruber mit kleinen Unsicherheiten durch. Mit zu viel Schwung, wie in der Quali, turnte sie den Doppelsalto gehockt. Der Sturz blieb diesmal aus, dafür übertrat sie die vorgegebene Bodenmarkierung. Rang 11 nach dem zweiten Durchgang für Steingruber. Die vorderen Ränge führten nach wie vor Simone Biles (USA) vor Aliya Mustafina (Russ) und der Chinesin Jinnan Yao an.

Am Sprung zeigte dann Steingruber ihren Paradesprung den Tschussowitina. Eine gelungene Vorführung, jedoch übertrat sie bei der Landung mit einem Schritt die Landezone und büsste 0.100 Punkte Abzug ein. Dennoch war der Sprung an diesem Wettkampf das beste Gerät. Mit diesem Durchgang katapultierte sich die 20-jährige Ostschweizerin auf Rang 6 – ein Diplom in Reichweite. In den vorderen Rängen hat sich zwischenzeitlich Larisa Iordache bemerkbar macht.  Nach Biles belegte Iordache nach dem dritten Durchgang Rang 2 und auf Rang 3 weilte nach wie vor die Chinesin Yao.

Am Stufenbarren startete Steingruber dann als Erste. Wie im Qualifikationswettkampf machte sie heute auch da denselben Fehler und setzte den Packsalto in den Sand. Die Barrenübung brachte sie um gute  zwei Punkte Abzug. Mit einer Endnote von 12,633 Punkten war ein Diplomrang somit ausser Reichweite. Schade!

«Ich habe wackelig am Balken gestartet und kämpfte mich am Boden durch. Nach dem Sprung sah es eigentlich sehr gut für einen Diplomplatz aus, welchen ich dann aber am Stufenbarren total verspielte», kommentierte eine sichtlich enttäuschte Giulia Steingruber. «Ich kann es nicht wirklich erklären, es scheint hier einfach nicht mein Turnier zu sein, starte aber morgen bestimmt nochmals mit vollem Angriff im Sprungfinal», so Steingruber.

Text: Chantal Weinmann

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