Ausser Sascha Coradi (18) und Adrian Pfiffner (18) turnten Marco Pfyl (17), Silas Kipfer (15) und Andreas Gribi (16) zum ersten Mal auf einem Podium. Die Bühne schien die fünf Starter nicht gross zu beeindrucken. Jedoch hier an den Europameisterschaften (EM) in Sofia zu sein und in einer solchen Wettkampfhalle zu turnen, davon sind alle begeistert.
Konzentriert war man auf dem Podium und bei den Übungen mit dabei und achtete während des Trainings ebenso auf seine Team-Kameraden sowie deren Leistungen. Um die Konkurrenz zu beobachten, hatte man kaum Zeit. Es gab höchstens einen Blick über die Schultern der Holländer, die an denselben Geräten wie die Schweizer Junioren am Start sind.
Die Rückmeldungen auf das absolvierte Podiumstraining fielen durchzogen aus. «Mit dem Sprung und den Ringen bin ich nicht so zufrieden. Am Reck schaffte ich die ganze Übung, fühlte mich aber etwas zu sicher und musste beim zweiten Flieger das Gerät verlassen», sagte der verletzte (Rippe) Marco Pfyl. So turnte «Mann» an einigen Geräten gut und auf Nummer sicher, an anderen Disziplinen hingegen hatte man Mühe und weist Verbesserungspotenzial auf.
Domenico Rossi, Chef Nachwuchs, zeigte sich aus der Trainerperspektive mit der Hauptprobe noch nicht zufrieden: «Sie können es besser», meinte Rossi. «Mit fünf Stürzen, wovon einer in die Wertung kam, kann ich heute nicht zufrieden sein», fügte Rossi hinzu. Rossis Ziele, so auch die des Schweizerischen Turnverbandes, sind klar: eine Top-5-Rangierung mit der Mannschaft, zwei Mehrkampf-Finals und mindestens drei Gerätefinals.
Aktuell sind folgende Geräteeinsätze vorgesehen. Coradi, Pfyl und Pfiffner turnen an allen sechs Geräten (MK). Silas Kipfer startet am Reck, Boden, Sprung und an den Ringen. Andreas Gribi am Pferd und Barren.
Text: Chantal Weinmann