Die Deutschen, angeführt von Fabian Hambüchen (21), kommen direkt aus dem Trainingslager in Kienbaum bei Berlin, wo schon zu DDR-Zeiten der Feinschliff vor wichtigen Wettkämpfen geholt wurde. Die Rumänen bewiesen am letzten Wochenende bei ihren Meisterschaften Ploesti, dass sie für Olympia gerüstet sind.
Aus Schweizer Sicht interessiert weniger das Mannschaftsresultat, sondern das Abschneiden von Claudio Capelli und Christoph Schärer im Vergleich zu Weltklasseturnern, die in Peking um Medaillen kämpfen werden. Marian Dragulescu, der erfolgreichste europäische Bodenturner und Springer der letzten Jahre, gab nach langer Verletzungspause ein erfolgreiches Comeback und ist ebenso dabei wie der starke Allrounder Razvan Selariu sowie die weiteren rumänischen Spezialisten. Der Vergleich am Reck zwischen Hambüchen und Schärer wird Aufschluss darüber geben, ob der Schweizer mit seiner neuen Übung dem weltbesten Turner an diesem Gerät Paroli bieten kann.
Das Schweizer Team am Samstag, 5. Juli in Singen (Münchriedhalle), Wettkampfbeginn 16 Uhrt: Niki Böschenstein (23, Würenlos AG), Claudio Capelli (22, Lätti BE), Roman Gisi (23, Seltisberg BL), Mark Ramseier (24, Teufenthal AG), Manuel Rickli (21, Bibersti SO), Christoph Schärer (28, Grosshöchstetten BE).
Erwin Hänggi