Ausserdem stehen Pablo Brägger (11., Nationen bereinigt) und Christian Baumann (14.) im Mehrkampf-Final. Dem nicht genug – Oliver Hegi qualifiziert sich als Achter für den Reckfinal. 16 Jahre ist es her, seit das einem Schweizer an einer WM gelang (1999 Dieter Rehm, Sprung).
Nach dem überraschenden Erfolg an der WM 2014 in Nanning (China), wo sich das Schweizer Männer-Team auf dem siebten Rang klassierte, durfte die Schweiz dieses Jahr durchaus mit der direkten Olympia-Qualifikation liebäugeln. Um den Druck für die Turner nicht allzu gross zu machen, setzte man vom Verband für die WM in Glasgow (Scho) den zwölften Platz zum Ziel. «Die Chance, dass wir uns direkt qualifizieren, ist extrem klein», meinte der Cheftrainer Beni Fluck noch zu Beginn der diesjährigen WM. Selbst noch als die Turner in der Qualifikation über sich hinauswuchsen und ein Punktetotal von 350,127 heraushauten, wagte Fluck noch nicht an die direkte Qualifikation zu glauben. Um kurz nach 22 Uhr stand es aber definitiv fest – die Schweizer Kunstturner fahren 2016 nach Olympia!
«Nun fällt eine Last ab. Man will das ja erreichen. Etwas nach 24 Jahren endlich wieder zu schaffen, das ist unbeschreiblich schön», freute sich der Schweizer Cheftrainer.
Letztmals konnte die Schweiz 1992 (Barcelona) ein Männer-Team an die Olympischen Spiele entsenden.
Text: Alexandra Herzog
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Kunstturnen: Olympia-Traum erfüllt
Die Sensation ist perfekt: Erstmals nach 24 Jahren nimmt wieder ein Schweizer Kunstturn-Team an Olympia teil. Die Männer erreichen an der WM Kunstturnen in Glasgow (Scho) den sechsten Mannschaftsrang in der Qualifikation und lösen damit das Ticket für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro (Br).