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Kunstturnen: Mehrkampffinal – Sensationelle Resultate

Chantal Weinmann

Bei den Kunstturnerinnen gewinnt mit 59,032 Punkten die Russin Aliya Mustafina das Mehrkampffinal an den 5. Europameisterschaften. Giulia Steingruber wurde sensationelle vierte und Ilaria Käslin erreichte den ausgezeichneten 13. Rang. Mit 89,799 Punkten gewann der Russe David Belyavsky das 5. EM-Mehrkampffinal in Moskau. Claudio Capelli verbesserte seine Leistungen von der Qualifikation um ganze 7 Plätze und beendete den Wettkampf als Neunter besser denn je.

Mehrkampfziel erreicht! Sei es das Verbandsziel (ein Diplom) oder Steingrubers persönliches Ziel unter den Top fünf dabei zu sein. Den Medaillen mit dem 4. Rang trauert sie nicht nach: «Die Medaillen waren schon von Anfang an gesetzt  – vorausgesetzt alle turnen ihre Übungen durch», äusserte sich die glückliche Giulia Steingruber und zeigte sich mit dem 4. Rang happy. Zu bemängeln gibt es kaum was, vielleicht die etwas unsaubere Landung beim Sprung oder die letzten beiden Landungen am Boden. Dafür turnte sie andere Elemente heute besser als in der Qualifikation. Auch Cheftrainer Zoltan Jordanov war zufrieden mit dem Resultat: «nahezu optimal», meinte er. Das Steingruber in der Top Liga der Kunstturnerinnen mit dabei ist freut ihn.

Sehr gutes zu berichten gibt es auch von Ilaria Käslin. Sie konnte ihre Leistung um ganze fünf Plätze verbessern und gelang auf den ausgezeichneten 13. Rang. «Noch nie hat sie besser geturnt, nicht mal in ihrer Juniorinnenzeit», so Jordanov, «sie hat gutes Potenzial, um weiter zu kommen», fügte er hinzu. Für die Zukunft gilt es nun ihre D-Werte (Schwierigkeitswert) zu steigern. Käslin selber zeigte sich ausser der Bodenübung sehr zufrieden – auch dass sie die Chance hat, etwas zu erleben was nicht alle können, macht sie glücklich. Für Ilaria Käslin sind die diesjährigen Europameisterschaften beendet. Bei den Frauen wird Giulia Steingruber noch am Samstag als auch Sonntag an den Gerätefinals (Sprung und Boden) teilnehmen. Also weiter Daumen drücken!

Bei den Interviews fällt es Capelli schwer, die Worte zu finden. «Ich bin sehr zufrieden. Bis und mit Boden, der viel besser war als in der Qualifikation. Doch eine Unachtsamkeit machte den ganzen Wettkampf zunichte», meinte der Berner verständlicherweise sehr enttäuscht. Mit Rang 9 verpasste Claudio Capelli knapp das Diplom sowie die gesetzten EM-Ziele (Rang 8). Nach einem genialen Wettkampf hätte er es, ohne Sturz am Schluss seiner Bodenübung, gar auf Platz 7 geschafft! Dass dies das beste Mehrkampfresultat seiner Karriere ist, tröstete ihn direkt nach dem Wettkampf wenig.

Text: Chantal Weinmann

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